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Du hast mich tausendmal belogen: Schlagerstar Andrea Berg in Plettenberg - das war der einzige Extrawunsch

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Von: Georg Dickopf

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Vor fast genau 20 Jahren gab Andrea Berg Autogramme im Eiringhauser Festzelt. Heute würde die Verpflichtung des Schlagerstars das Hundertfache der damaligen Gage kosten.
Vor fast genau 20 Jahren gab Andrea Berg Autogramme im Eiringhauser Festzelt. Heute würde die Verpflichtung des Schlagerstars das Hundertfache der damaligen Gage kosten. © Dickopf

Es ist Ende August. Wir schreiben das Jahr 2002. Andrea Berg hat im Jahr zuvor mit dem Hit „Du hast mich tausendmal belogen“ ihren Durchbruch und tritt im proppenvollen Eiringhauser Schützenzelt auf - zum Schnäppchenpreis. Heute sähe das ganz anders aus...

Plettenberg - Siegfried Davideit kann sich noch gut an den Auftritt von Andrea Berg vor 20 Jahren erinnern, die seinerzeit gemeinsam mit ihrem mittlerweile verstorbenen Vater nach Plettenberg anreiste und neben der aus heutiger Sicht sehr fairen Gage keine Extrawürste, Spesen oder gar ein Hotel verlangte. Und statt der vereinbarten 30 Minuten sang sie 45 Minuten und verschwand erst nach einigen Autogrammen und Erinnerungsfotos an der Seite ihres Vaters.

Im Jahr 2002 trat Andrea Berg in Eiringhausen auf. Sie noch einmal dorthin zu holen, wäre für den Schützenverein schlichtweg unbezahlbar.
Im Jahr 2002 trat Andrea Berg in Eiringhausen auf. Sie noch einmal dorthin zu holen, wäre für den Schützenverein schlichtweg unbezahlbar. © Grein

Einen Seitenhieb auf ihren Ehemann konnte sich die seinerzeit noch mit Olaf Henning verheiratete Schlagersängerin damals nicht verkneifen. „Sie sagte auf der Bühne, dass sich ihr Mann wohl gerade auf Mallorca anderweitig amüsiere und sie die Beziehung beendet habe“, erinnert sich Davideit an den Auftritt, der damals noch als Arzthelferin arbeitenden Sängerin, die im März 2001 den Mega-Hit „Du hast mich tausendmal belogen“ veröffentlicht hatte.

Statt Wasser wünschte sich Andrea Berg bei ihrem Auftritt in Plettenberg ein Glas Bier - das kam gut an bei den Sauerländern.
Statt Wasser wünschte sich Andrea Berg bei ihrem Auftritt in Plettenberg ein Glas Bier - das kam gut an bei den Sauerländern. © Grein

„Ich habe sie gefragt, ob sie ein Wasser haben will, aber sie hat ein Bier vorgezogen“, denkt Davideit gerne an den denkwürdigen Abend und den einzigen Extrawunsch zurück. Kürzlich habe man bei ihrem Management die Konditionen für einen heutigen Auftritt abgefragt, doch der würde 20 Jahre später das Hundertfache (!) kosten. „Da müssen wir die Segel streichen. Das ist nicht darstellbar für unserer Verein“, sagt Davideit, da man zur Refinanzierung 10 000 Besucher auftreiben müsste, die dann auch noch einmal gut in die Tasche greifen müssten.

„Frank Neuenfels hat uns damals dabei geholfen, den Kontakt herzustellen“, erinnert sich der damalige Vorsitzende Uwe Nahrgang: „Zu der Zeit hatte sie ihren absoluten Durchbruch und für mich zählt ihr Auftritt ebenso wie das Abba-Festival zu den absoluten Highlights beim Eiringhauser Schützenfest.“

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