Urteil wegen Marihuana-Besitz

Drogendealer und Konsumenten aus Plettenberg zur Rechenschaft gezogen

Zwei Plettenberger standen wegen Besitz und Handels mit Marihuana vor Gericht.
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Zwei Plettenberger standen wegen Besitz und Handels mit Marihuana vor Gericht.

Wegen des Besitzes und des Handeltreibens mit Marihuana mussten sich ein 32-jähriger und ein 29-jähriger Plettenberger vor Gericht verantworten.

Plettenberg – Ein knappes halbes Pfund Marihuana stellte die Polizei vor zwei Jahren in der Wohnung eines 32-jährigen Plettenbergers sicher. Die Beamten waren dem Mann über eine Telefonüberwachung auf die Spur gekommen. Die gut 233 Gramm Marihuana mit einem Wirkstoffgehalt von 37,7 Gramm überschritten die Grenze zur nicht geringen Menge um etwa das Vierfache. Damit lag die Mindeststrafe für dieses Verbrechen bei einem Jahr

„Handeltreiben mit einer nicht geringen Menge Betäubungsmittel“ lautete der Vorwurf im Amtsgericht Altena, wo sich der Angeklagte vor einem Schöffengericht verantworten musste.

Der Plettenberger räumte ein, dass er nach der Trennung von seiner Freundin Anschluss an alte Freunde gesucht habe, die es offenbar nicht nur gut mit ihm meinten. Durch diese Kontakte sei er mit dem Rauschgift in Kontakt gekommen und habe es selbst auch verkauft. Er habe aber kein Marihuana konsumiert.

Auf diesen Hinweis wollte sich das Schöffengericht nicht verlassen: Nach sechs und zwölf Monaten muss sich der 32-Jährige auf Cannabis-Rückstände in seinem Blut untersuchen lassen – „Drogentests zur Unterstützung des Angeklagten“, erklärte Richter Dirk Reckschmidt. Die Droge lässt sich sehr lange nachweisen.

Das Schöffengericht verurteilte den Angeklagten letztlich zu einer Haftstrafe von einem Jahr auf Bewährung und blieb damit am untersten Rand des Regelstrafrahmens. Der Plettenberger hatte keine Vorstrafen mit ins Amtsgericht gebracht. Als Bewährungsauflage muss er allerdings 2 000 Euro an die Justizkasse zahlen. Von einem minderschweren Fall gingen die Richter nicht aus: Verteidiger Christian Simonis brachte diesen ins Spiel und beantragte eine Haftstrafe von sechs Monaten. Die Sitzungsvertreterin der Staatsanwaltschaft plädierte für eine Haftstrafe von einem Jahr und fünf Monaten.

Mit einer Bewährungsstrafe von acht Monaten kam ein anderer Plettenberger davon, bei dem die Polizei gut 100 Gramm Marihuana gefunden hatte. Diese Menge überschritt die Grenze zur nicht geringen Menge um etwa das Doppelte. Im Amtsgericht Altena trug der 29-Jährige glaubwürdig vor, dass er die Droge in Herscheid für den Eigenbedarf erworben habe. Nach einem Autounfall, bei dem er als Beifahrer schwer verletzt wurde, leide er an chronischen Schmerzen, erklärte er. Deshalb konsumiere er regelmäßig Cannabisprodukte zur Schmerzlinderung.

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