Dura: Geht Entwicklungsabteilung  nach Lüdenscheid?

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Zwischen dem Gothaer-Parkhaus und dem Lüdenscheider Rathaus liegt das Post-Gebäude, in dessen drei Obergeschossen die Firma Dura das Tech-Center Lüdenscheid betreiben will.

Plettenberg/Lüdenscheid -  Die rund 700 Mitarbeiter der Abteilung Leisten & Blenden im Dura-Werk Plettenberg sollen in den nächsten Tagen ihre Kündigung zugestellt bekommen. Doch was passiert mit den fast 300 Mitarbeitern der Entwicklungsabteilung (280 Mitarbeiter bei Body & Glass) und der Dura Holding (u. a. IT-Service mit 17 Mitarbeiter)? Dazu wird heute in Bochum über den Interessenausgleich verhandelt.

Offiziell heißt es, dass der Standort Plettenberg mit allen Abteilungen am 30. April 2019 geschlossen wird. Davon betroffen wären somit auch die Mitarbeiter von Body & Glass und der Holding. Mittlerweile scheint es aber mehr als denkbar, dass die rund 300 Mitarbeiter in den nächsten Wochen eine Kündigung erhalten, zugleich aber rund 100 Mitarbeitern angeboten wird, im neuen „Tech-Center Lüdenscheid“ (Arbeitstitel) zu arbeiten. In der Kreisstadt soll die Konzernleitung drei zuletzt leer stehende Büroetagen über der Post am Rathausplatz angemietet haben.

 Dass die Dura-Konzernleitung diesbezüglich Nägel mit Köpfen gemacht hat, zeigen erste Präsentationen der neuen Räume, die im Werk an der Königstraße kursieren. Offiziell verkündet wurde der Standortwechsel noch nicht. Klaus Rahe, Betriebsratsvorsitzender von Body & Glass, hat von dem neuen Standort gehört, will dies aber nicht kommentieren. 

„Ärgerlich ist in jedem Fall, dass wir im Interessenausgleich vorgeschlagen haben, die Abteilung mit weniger Mitarbeitern weiterzuführen. Den Standort haben wird dabei bewusst offen gelassen.“ Warum man in dem Punkt nicht zusammen- sondern gegeneinander arbeitet, kann Rahe nicht nachvollziehen. „Wahrscheinlich will man einen Sozialplan und Abfindungen verhindern und selbst entscheiden, wer dort weiterarbeiten darf“, glaubt Rahe, der sich in den nächsten Tagen vor allem über klare Aussagen von der Konzernführung freuen würde, denn die Ungewissheit im Unternehmen sei weiterhin sehr groß.

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