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Wenn Schilder nicht mehr helfen: Poller sollen Ordnung bringen

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Von: Christos Christogeros

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Versenkbare Poller als Schutz vor Durchgangsverkehr: Was die Hansestadt Attendorn bereits installiert hat, sei laut PWG, FDP und SPD auch für einzelne Bereiche der Plettenberger Innenstadt denkbar.
Versenkbare Poller als Schutz vor Durchgangsverkehr: Was die Hansestadt Attendorn bereits installiert hat, sei laut PWG, FDP und SPD auch für einzelne Bereiche der Plettenberger Innenstadt denkbar. © Hellwig

Eine fußgängerfreundlichere Innenstadt, gerade in den Abendstunden im Sommer, das hatte der Rat für die Innenstadt beschlossen. Doch die Beschilderungen, die auf Durchfahrts- und Parkverbote hinweisen, würden laut gemeinsamem Schreiben von PWG-, FDP- und SPD-Fraktion nicht von jedem Autofahrer beachtet. 

Plettenberg - Daher fordern die Liberalen nun, Poller und mobiles Grün als Absperrungen in Betracht zu ziehen. Vorbild ist dabei die Hansestadt Attendorn.

Besonders in der Neuen Straße sei laut den drei Plettenberger Fraktionen das Problem besonders groß. Trotz des hier bestehenden Durchfahrtsverbots, auf das natürlich auch mit einem Schild hingewiesen wird, würden viele Fahrzeuge diesen Bereich dennoch befahren. „Der rege Durchgangsverkehr und das damit verbundene Parken haben dazu geführt, dass das neue Pflaster schon Verschmutzungen und Beschädigungen aufweist“, schreiben die Fraktionsvorsitzenden Klaus Salscheider (PWG), Carsten Hellwig (FDP) und Stefan Langenbach (SPD).

Da die Beschilderungen offenbar keine Beachtung finden würden, müssten nun andere Maßnahmen ergriffen werden. „Dies wären die schon häufiger besprochenen Poller, sowohl in feststehender als auch in versenkbarer Form“, heißt es im gemeinsamen Antrag.

Allerdings soll vor der Installation solcher Poller deren Wirksamkeit und Kosten untersucht werden. Bis dazu Daten vorliegen, soll die Durchfahrt der Neuen Straße mit beweglichem Grün abgesperrt werden. „Dieses bewegliche Grün wird gemäß Beschluss des Rates vom 9. November 2021 ohnehin über Fördermittel beschafft und soll auch in der Neue Straße zur Aufwertung der Aufenthaltsqualität zum Einsatz kommen“, schreiben die drei Plettenberger Fraktionsvorsitzenden.

Da man in der letzten Ratssitzung erfahren habe, dass eine Lieferung der bestellten Pflanzgefäße erst im Laufe des Jahres erfolgen wird, der Versuch aber zeitnah gestartet werden soll, wird darum gebeten, dass die Verwaltung vorab Mustermodelle beschafft oder nach anderen Möglichkeiten sucht , um diese Probephase durchzuführen.

„Wir sollten dann einen Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten abwarten und die Erfahrungen der Absperrung durch das bewegliche Grün abschließend bewerten und weiter entscheiden“, schreiben Salscheider, Hellwig und Langebach.

Auch für die Wilhelmstraße sollten Maßnahmen angedacht werden. Denn gerade hier gelte es, die Außengastronomie vor allem in den Abendstunden vor Verkehr zu schützen. Eine feststehende Lösung scheide hier aber wegen des notwendigen, tagsüber erfolgenden Lieferverkehrs aus. In Betracht kämen an dieser Stelle folglich nur versenkbare Poller.

Diese wurden bereits in der Hansestadt Attendorn installiert, die bekanntlich ebenfalls ihre Innenstadt seit einigen Jahren großflächig sanieren lässt. Laut Antrag der drei Fraktionsvorsitzenden soll nun die Verwaltung die Kosten für die Installation solcher versenkbaren Poller ermitteln. „Da nicht auszuschließen ist, dass nach der Probephase auch in der Neue Straße mobile Poller zum Einsatz kommen und dort ein Zugang für Anwohner und Lieferverkehr möglich sein muss, bitten wir auch um Ermittlung der Kosten für ein System, bei dem der Zugang über Chip oder ähnliches ermöglicht wird“, heißt es im Antrag.

Auf Basis der Erfahrungen der Probephase und der Kosten für die verschiedenen Systeme könne dann der Planungs- und Umweltausschuss die Entscheidung treffen, ob und wo er solche Poller zukünftig einsetzen will.

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