Bald gibt es ein erstes Appetithäppchen

Dreharbeiten für die Show Schloss Fabelstein und einen Trailer laufen

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Plettenberg - Keine vier Monate dauert es, bis die multimediale Show Schloss Fabelstein in Plettenberg Premiere feiern wird. Und in weniger als zwei Monaten wird es den ersten Trailer dazu geben. Wir waren bei den Dreharbeiten dabei.

Erste Einstellung: Sie öffnet die Schublade. Zweite Einstellung: Hochschwenken auf den Schreibtisch. Alles klar. Los gehts.

Rosemarie Wach schreitet zum Schreibtisch, setzt sich auf den Stuhl, nimmt das Papier aus der Schublade, legt es auf den Tisch. Matthias Bähr schiebt die Black-Magic-Filmkamera währenddessen auf dem Stativ über den Slider, schwenkt behutsam nach oben. „Perfekt“, sagt er. Die Szene ist im Kasten.

Vier Anläufe hat es gebraucht, bis Matthias Bähr zufrieden ist. Etwa 10 Minuten Dreharbeit für eine Szene, die im Endprodukt zehn Sekunden dauert. Aber der Kameramann und seine Mitstreiter Patrick Tussnat und Christina Patzelt wollen, dass alles perfekt ist. Denn an diesem Montagabend im Archiv der Evangelischen Kirchengemeinde Eiringhausen, zwischen Taufregistern und Kerzenschein, entsteht der Trailer für die multimediale Show „Schloss Fabelstein“, die nach Weihnachten in der Böddinghauser Aula Premiere feiert.

Der Trailer soll den passenden Vorgeschmack für die märchenhafte Geschichte liefern. Entsprechend wichtig ist es dem Team, die richtige Atmosphäre rüberzubringen. Mit indirekten Scheinwerfern haben sie das Kirchenarchiv dafür in ein schummriges Licht getaucht und die Schauspielerin Rosemarie Wach dank eines Kostüms der Plettenberger Theaternähgruppe im Stile einer Magd aus dem 18. Jahrhundert eingekleidet.

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Bemerkenswert ist, dass Rosemarie Wach eine Figur spielt, die in der Show selbst gar nicht auftauchen wird. In der Rolle der Großmutter Florentine erzählt sie im Trailer die Vorgeschichte: Wer ist eigentlich dieser Samo Rosensteig, der die Hauptrolle spielt? Was hat es mit dem Schloss auf sich, auf das er zufällig trifft? Und was hat das alles mit der Märchenwelt zu tun?

Rosemarie Wach ist nicht die einzige, die im Trailer mitspielt. Weitere Dreharbeiten mit anderen Schauspielern stehen für das Team noch an, um den rund zweiminütigen Trailer fertigzustellen. Es ist also noch einiges zu tun für Kameramann Matthias Bähr. Da ist es gut, dass er die Dreharbeiten für die Show schon erledigt hat. Mit einem professionellen Schauspieler, der die Hauptfigur Samo spielt, traf sich der Ex-Plettenberger dazu in seiner Wohnung in Düsseldorf, baute seine Küche etwas um, hing alles schwarz ab und drehte innerhalb von 14 Stunden das Material, das während der Show auf der Bühne der Böddinghauser Aula eingespielt wird. Ähnlich wie beim ersten Projekt von Matthias Bähr, Christina Patzelt und Patrick Tussnat, der Show Stadtschatten, sollen auf diese Art und Weise Elemente aus Kino, Theater und Musical zusammenfließen.

Und was dieser unglaublich atmosphärische Dachboden in Stadtschatten war, auf dem die Hauptfigur Jule das Licht fand, das wird für den Trailer das Kirchenarchiv Eiringhausen sein, dessen Inventar den Zuschauer in eine andere Zeit versetzt. Dazu passt auch die Feder, mit der Rosemarie Wach in einer Szene schreibt. Die Plettenbergerin hat extra dafür versucht, das Schreiben mit der Feder zu lernen – vergeblich. „Es kleckst, es kratzt – ich weiß nicht, wie die Leute damit früher schreiben konnten“, sagt sie. Deshalb hat sie für die Dreharbeiten einen kleinen Trick angewandt und am Ende der Feder eine Kugelschreibermine befestigt. So klappt es auch mit dem Schreiben – und die nächste Szene für den Trailer ist im Kasten.

Die Veröffentlichung des Trailers ist für den 1. Oktober im Internet geplant. Dann soll auch der Vorverkauf für die Show Schloss Fabelstein beginnen. Ebenfalls im Herbst soll der Roman zu Schloss Fabelstein von Autorin Sabine Kohlert veröffentlicht werden. Die Show wird am 28. Dezember und 3. Januar jeweils um 19 Uhr in der Böddinghauser Aula aufgeführt.

Darum gehts in Schloss Fabelstein: Samo Rosensteig stößt bei einer Wanderung auf ein geheimnisvolles Schloss. Als er es betritt, wird er in dessen Welt aus Märchen, Sagen und Legenden hineingezogen. Er geht auf den Vorschlag einer Bewohnerin ein und wird Schlossverwalter auf Probe für ein Jahr. Keine leichte Aufgabe, wie sich herausstellt. Denn die Bewohner haben alle ihre eigenen Sorgen und Nöte und vor allem ihre eigenen Geschichten.

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