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Treffen der Identitären: SGV distanziert sich von Rechtsextremisten

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Zum Treffen der Identitären Bewegung in Plettenberg, einer vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestufte Gruppierung, bezieht der SGV-Gesamtverein Stellung. © Dickopf

Mit folgender Stellungnahme distanziert sich auch der Gesamtverein des Sauerländischen Gebirgsvereins (SGV) vom Treffen der Mitglieder der Identitären Bewegung in der Paul-Berge-Hütte in Plettenberg. Der SGV Hordel-Bochum hatte das Heim an die vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestufte Bewegung vermietet.

"Vom 24. bis zum 26. Januar 2020 fand im Wanderheim Paul-Berge-Hütte der SGV-Abteilung Hordel-Bochum ein Treffen von Vertretern der Identitären Bewegung statt. Der Sauerländische Gebirgsverein e. V. sowie die SGV-Abteilung Hordel-Bochum distanzieren sich an dieser Stelle vehement von allen Gruppierungen, die rechtsextreme, verfassungswidrige Ideologien vertreten und das Deutsche Grundgesetz unterwandern wollen. 

Wir positionieren uns klar gegen jede Form der Diskriminierung oder Diffamierung von Menschen und Gruppen aufgrund von deren Herkunft, religiöser Zugehörigkeit oder Nationalität und verurteilen jedwede Form rassistischer und volksverhetzender Ideologie.

Über den Deutschen Wanderverband, dessen Mitglied der SGV ist, unterstützen wir die Initiative #JaZuWeltoffenheit (www.jazuweltoffenheit.de) des Deutschen Tourismusverbandes e. V. und stehen fest zu den Werten Gastfreundschaft, Weltoffenheit, Vielfalt und Toleranz.

Die Anmietung der Paul-Berge-Hütte kam über ein öffentliches Online-Portal zustande. Der Mietvertrag zur Nutzung der Hütte wurde anschließend von Seiten der SGV-Abteilung Hordel-Bochum im Glauben abgeschlossen, dass es sich um die Mietung eines privaten Personenkreises handelt. 

Auch bei der Vorortbetreuung zur Übergabe der Hüttenschlüssel wurde die SGV-Abteilung nicht der Absichten der Gruppierung gewahr, da die Personengruppe nicht geschlossen anreiste.

Mit Schrecken erfuhren sowohl die SGV-Abteilung Hordel-Bochum, als auch der SGV-Gesamtverein im Nachgang des Treffens von dessen eigentlichem Hintergrund. Wäre die Nutzung durch eine rechtsextremistische Gruppe im Vorfeld ersichtlich gewesen, wäre ein Mietvertrag nicht zustande gekommen."

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