Platt getretene Plastikbecher vor der Schützenhalle sorgen für Aufregung

Diskussionen über Hinterlassenschaften nach Darts-Night

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Der Wieden war am Sonntagmorgen zugemüllt.

Plettenberg - Die erste Darts-Night war ein voller Erfolg, so lautete das Fazit von einem Großteil der Besucher am Samstag und auch die Veranstalter von der PSG waren mehr als zufrieden und berichteten von einer tollen Stimmung und einer prall gefüllten Schützenhalle.

Der Plettenberger Björn Grüber trat im sozialen Netzwerk Facebook einen Tag später jedoch eine Diskussion los, die für geteilte Meinungen unter den Nutzern sorgte. Es ging um die Verschmutzung des Wieden, insbesondere vor der Schützenhalle. Dazu teilte er ein Foto, das viele weggeworfene Plastikbecher zeigt, die den Asphalt bedecken. Er schrieb dazu: „Die erste Plettenberger Pottsauparty war ein voller Erfolg.“ Später ergänzte er den Hinweis, dass er mit „Pottsauparty“ nicht die Veranstaltung selber meinte, sondern lediglich mit seinem Beitrag die Personen kritisiert, die ihren Müll rücksichtslos in die Umwelt werfen.

Dass das Thema viele Plettenberger beschäftigte, zeigen die insgesamt fast 90 Kommentare unter Grübers Beitrag – unter anderem mischte sich auch Bürgermeister Ulrich Schulte mit ins Geschehen, um einige Sachverhalte klarzustellen. Während sich die einen fragten, warum man sich wegen so etwas aufregt, schimpften andere wild drauf los. Größtenteils sind jedoch Kommentare zu finden, wie der folgende: „Es sieht jedes Mal nach Veranstaltungen in der Schützenhalle und woanders so aus. Egal, wer dort feiert. Finde es übertrieben, dass gerade diese wohl sehr schöne Veranstaltung an den Pranger gestellt wird. Lasst doch die Leute Spaß haben und feiern“.

Andere hingegen regten sich besonders über Grübers Ausdruck „Pottsauparty“ auf. Grüber erklärt dazu im Diskussionsverlauf: „Die Wortwahl meinerseits war nicht auf die Veranstaltung an sich gedacht. Das bitte ich zu entschuldigen, wenn das so rüber gekommen ist. Wie gesagt bin ich ja auch froh, dass sich in Plettenberg mal was tut. Mir geht es rein um die Zeitgenossen, die sich während und wahrscheinlich danach so daneben benehmen müssen“.

Nutzer fragen sich, wer bei solchen Veranstaltungen in der Pflicht ist, später die Flächen zu reinigen. Während Grüber anfangs darauf spekuliert, dass der städtische Bauhof den Wieden reinigen muss, klinkt sich Bürgermeister Ulrich Schulte in die Diskussion ein: „Björn Grüber hat vollkommen Recht – wer seinen Müll in die Umwelt schmeißt, ist eine Pottsau, vor allen Dingen, wenn es unvergängliches Plastik ist und in solchen Mengen geschieht.

Die Stadt Plettenberg räumt regelmäßig den üblichen Müll von den Straßen. Bei solchen Veranstaltungen, bei denen der Veranstalter auch noch Geld verdient, ist er aber selbst für die Müllentsorgung verantwortlich.

Am besten ist es aber, wenn der Müll gar nicht erst entsteht. Solche Veranstaltungen sind ein Gewinn für Plettenberg. Ich sehe auch weniger die Gefahr, dass die PSG zukünftig darauf verzichtet, weil einer dies als Pottsauparty bezeichnet, sondern eher, weil der Aufwand für die Müllentsorgung durch die Einnahmen nicht mehr gerechtfertigt ist.

erechtfertigt ist. Wer kriecht schon gerne durch die Büsche und sammelt den Dreck anderer ein? Im Sinne unserer Umwelt, der Stadt und der PSG sollte zukünftig jeder daran denken, den eigenen Becher vernünftig zu entsorgen“, schreibt er und nimmt einen Vorschlag eines weiteren Nutzers an, der die fehlenden Mülleimer vor der Halle bemängelt. Schulte antwortet: „Der Hinweis auf fehlende Müllbehälter vor der Tür ist übrigens gut. Das kann schon viel helfen. Die Stadt wird das einfach mal an die PSG weitergeben“.

Mittlerweile ist Ruhe unter dem Facebook-Beitrag eingekehrt und auch der Müll wurde entsorgt. Die 3. Kompanie der Schützengesellschaft, die auch am gesamten Veranstaltungsabend im Einsatz war, hatte bereits am Sonntagmorgen ab 10 Uhr alles ordnungsgemäß aufgeräumt.

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