10 Dinge, die du in Plettenberg besser nicht machen solltest

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Symbolisch haben wir im Jahr 2014 dargestellt, wie der Mammutbaum gefällt wird. Kollege Schorsch hatte sich dafür extra in Schale geworfen.

Plettenberg - Bier beim Schützenfest verschmähen oder einfach einen Baum absägen – wir verraten euch, wo in dieser Stadt die Fettnäpfchen lauern.

Wir Plettenberger sind schon ein eigenes Völkchen. Bei uns herrscht (fast) immer schlechtes Wetter, bei uns entflammen emotionale Diskussionen, wenn die Stadt einen Baum fällen lassen möchte und wer falsch parkt, wird gerne mal an den Internet-Pranger gestellt. Inside hat sich deshalb Gedanken gemacht und zehn Dinge aufgelistet, die man in Plettenberg besser bleiben lässt.

1.Du sollst keinen Baum fällen!

In Plettenberg ist das mit den Bäumen so eine Sache. Es gibt sie reichlich in den Tälern und Bergen dieser Stadt, aber wenn es um die Bäume in der Innenstadt geht, verstehen viele Bürger keinen Spaß. Erinnern wir uns an den Mammutbaum, dessen bevorstehende Fällung im Jahr 2014 für einen Aufschrei sorgte, weil er von vielen als besonders prächtiges und exotisches Exemplar angesehen wurde. Letztlich musste der Mammutbaum doch dem GWU-Neubau an der Kaiserstraße weichen – und erwies sich von innen als faul und morsch. Aktuell kämpfen einige Bürger auch mit einer Online-Petition für den Erhalt von Bäumen in der Innenstadt, die für eine Modernisierung weichen sollen. Wie sagte Ratsfrau Bärbel Keiderling unlängst: „Wenn eine Axt an einen Baumstamm gelegt wird, fließt in Plettenberg auch immer etwas Herzblut.“

2. Du sollst im Tunnel nicht zu ungeduldig sein!

Zugegeben, man braucht schon Nerven aus Drahtseilen, wenn man es eilig hat und im Hestenbergtunnel ein Auto vor sich hat, das exakt das Tempolimit von 30 km/h einhält und auch ja kein km/h schneller fährt. Seit Herbst hat Straßen.NRW das Tempo wegen loser Kanalabdeckungen gedrosselt. Für uns bedeutet das: cool bleiben. Ende Februar soll nach jetzigem Stand alles repariert sein. Wir sehen also Licht am Ende des Tunnels. Trotz 30 km/h.

3. Du sollst dich nicht blind auf dein Handy verlassen!

In manchen Ortsteilen ist Plettenberg noch nicht auf dem neuesten Stand der technischen Möglichkeiten. Um das mal nett auszudrücken. Das gilt sowohl für die Internetleitungen, als auch für das Handynetz. In Selscheid, in Siesel oder in Teilen des Oestertals herrscht leider noch immer Funkstille. Für Facetime-Anrufe und WhatsApp-Videos daher lieber in die besser versorgten Gebiete der Stadt fliehen. Sonst heißts: „The person you are calling is not available...“

4. Du sollst im Krankenhaus- Parkhaus nicht anecken!

Parkhäuser können ja schon mal etwas enger sein als gewöhnliche Parkplätze. Das gilt insbesondere für das Parkhaus am Krankenhaus. Wer sich noch unsicher am Steuer fühlt, sollte diesen Ort besser meiden. Alle anderen finden mit geschmeidigen Lenkmanövern sicher einen Parkplatz. Wer kann, der kann.

5. Du sollst das Schützenfest- Bier nicht verschmähen!

So wie Popcorn und Nachos zu einem guten Kinoabend gehören, so gehört zu einem gelungenen Schützenfest ein Gläschen Bier. Oder zwei. Oder drei. Jedenfalls kommt man arg in Verlegenheit, wenn man die Einladung auf ein Bier ausschlägt. Mitgehangen, mitgefangen lautet das Motto auf den Schützenfesten, von denen es in Plettenberg gleich sechs Stück gibt. Wer sich dennoch auf Dauer gegen den Gerstensaft wehrt, macht sich beim Schützenvolk ziemlich schnell unbeliebt.

6. Du sollst nicht auf gutes Wetter hoffen!

Fast nirgendwo schien die Sonne im Dezember weniger als in Plettenberg, vermeldeten Meteorologen. Und wer sich die Wetterberichte in Nordrhein-Westfalen anhört, dem begegnet oft der Name Plettenberg, weil es dort meist immer am kältesten ist. Wir können an dieser Stelle nur unsere Kollegen der Lüdenscheider Nachrichten zitieren: „Nie optimistisch aus dem Haus gehen und den Regenschirm im Ständer stehen lassen.“ Das geht gar nicht.

7. Du sollst nicht falsch parken!

Falsch parken sollte man natürlich nirgendwo, aber in Plettenberg hat es sich eingebürgert, dass solche Vergehen gerne fotografiert werden und an den Internetpranger gestellt werden. In Facebook-Gruppen wie „Du bist Plettenberger, wenn..“ wird dann gerne mal gelästert über die Rüpel, die für ihr Auto zwei Parkboxen in Beschlag nehmen oder auf einem Behindertenparkplatz stehen. Darum lieber einmal mehr das Fahrzeug korrigieren, anstatt sich im Internet abschlachten zu lassen, woll!?

8. Du sollst nicht ohne Schirm am Tanneneck joggen!

Der Rundweg am Tanneneck ist ein heißes Pflaster. Zwar nutzen ihn vieler Jogger, um fit zu bleiben, aber hier ist gerade im Sommer Vorsicht geboten. In den letzten Jahren berichtete das Süderländer Tageblatt immer wieder von Vorfällen, in denen Läufer von einem Bussard attackiert worden sind. Der Schirm schützt also im Zweifel nicht nur vor Regen, sondern auch vor aggressiven Greifvögeln. Ist ziemlich universell einsetzbar, so ein Teil.

9. Du sollst nicht rasen! Vor allem nicht hinter Ohle

Der Grund ist relativ einfach: Hinter Ohle, am Bahnübergang Brüninghausen, steht der erfolgreichste Blitzer des Märkischen Kreises. Dort gilt 30 km/h. Wer schneller fährt, muss blechen. Und im Zweifel zu Fuß gehen.

10. Du sollst mit dem Moped die Nordhelle meiden!

Eigentlich sollte an dieser Stelle nur eine Warnung stehen, aber seit gestern Nachmittag besteht die Gewissheit, dass es sogar verboten ist. Zweiräder jeglicher Art dürfen während der Sommermonate nicht mehr über die Landstraße zur benachbarten Nordhelle fahren. Versuchen wir es positiv zu sehen: So gibt es hoffentlich weniger Unfälle und es wird wohl auch niemand mehr mit dem Stock verprügelt...

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