Spontaner Entschluss bei dm-Marktleiterin

Diese Geschäfte haben an Heiligabend geschlossen

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Arancha Becerra, Marktleiterin im dm-Markt, entschied gestern spontan, ebenso wie der Hit-Markt (im Hintergrund) an Heilig Abend nicht zu öffnen. 

Plettenberg - Mit Last-Minute-Geschenken und vergessenen Zutaten fürs Weihnachtsmenü wird es in diesem Jahr schwierig: Heiligabend fällt auf einen Sonntag – den 4. Advent. Händler in Nordrhein-Westfalen könnten ihre Läden dank einer Sonderregelung an diesem Tag für vier Stunden bis 14 Uhr öffnen.  

Die meisten Discounter haben bereits jetzt entschieden, auf diese Möglichkeit zu verzichten und ihren Mitarbeitern den freien Tag zu gönnen.

Öffnen dürfen Lebensmittelmärkte, Bäckereien und Verkaufsstellen für Weihnachtsbäume. Sicher ist, dass Aldi und Lidl ihre Filialen am 24. Dezember nicht öffnen werden. Beim Hit-Markt fragte das ST nach und bekam von Expansionsleiterin Simone Böllinger folgende Antwort: „Obwohl Sonderregelungen eine Öffnung ermöglichen würden, haben wir uns entschieden, unsere Märkte am 24. Dezember nicht zu öffnen. Als Familienunternehmen legen wir besonderen Wert darauf, unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nach einer sehr arbeitsintensiven Vorweihnachtswoche ein stressfreies und ruhiges Weihnachtsfest im Kreise ihrer Familien und Freunde zu ermöglichen. 

Um unseren eigenen Anspruch gerecht zu werden, haben wir uns entschieden, unsere Märkte keinen siebten Tag in Folge zu öffnen, da die Vorweihnachtswoche mit vollen sechs Arbeitstagen ohnehin sehr herausfordernd wird.“ Die Anfrage bei der Pressestelle von Rewe – Ihr Kaufpark fiel deutlich kürzer aus: „Hinsichtlich der Öffnungszeiten an Heiligabend gibt es keine einheitliche Regelung für die Rewe-Supermärkte. Welche Märkte im rechtlich erlaubten Zeitraum wie lange öffnen, wird den Kunden rechtzeitig vor den Feiertagen kommuniziert“, so Julia Hertin. 

Ob der Netto-Markt für seine Kunden öffnen wird, dazu gab es bis gestern keine Stellungnahme. Spontan fiel die Entscheidung gestern bei Arancha Becerra, der Marktleiterin im dm-Markt, aus. Als sie vom Chronisten hörte, dass der Hit-Markt nicht öffnet, schloss sie sich mit dem Schuh- und Textilgeschäft kurz und entschied, am 24. Dezember ebenfalls nicht zu öffnen. Einig sind sich bei diesem Thema Klaus Majoress, Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg, und Patrick Schnell, Pfarrer der katholischen Gemeinde St. Laurentius. „Die Menschen sollten an diesem Tag frei haben“, sagt Superintendent Majoress. 

Der Sonntag sei ein geschützter Tag und wegen des 4. Advents gelte zudem das Feiertagsgebot. Dass Unternehmen ihre Geschäfte öffnen, wenn der 24. Dezember auf einen Werktag falle, kann Patrick Schnell verstehen: „Aber in diesem Jahr ist es das Problem, dass Heilig Abend auf einen Sonntag fällt. An einem Sonntag sollte man aber allen, die sonst arbeiten müssten, zugestehen, dass auch sie in Ruhe feiern können und mehr Zeit haben, vielleicht um zu backen, den Tannenbaum zu schmücken oder sich einfach mit der Familie aufs Christkind zu freuen“, meint der katholische Geistliche. 

Für die Weihnachtseinkäufe sei in der Woche zuvor genügend Zeit: „So groß ist die Not dann nicht.“ Im Einzelhandel Tätige sollten nicht leiden, „weil andere sich nicht organisieren können“. Die Entscheidung haben die Bundesländer selbst getroffen: Dass Rheinland-Pfalz entschieden hat, alle Geschäfte am 24. Dezember geschlossen zu lassen, begrüßt Monika Grothe (Verdi): „Ich würde mir genau das auch für NRW wünschen.“ In Berlin, Brandenburg und Sachsen dürfen Händler dagegen sogar von sieben bis 14 Uhr öffnen. „Das braucht kein Mensch!“, betont sie. 

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