Wirte wollen wieder für ihre Gäste da sein

Öffnung der Außengastronomie verschoben: So reagieren die Plettenberger Gastronomen

Biagio Pace
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Biagio Pace (Zum Brunnen) würde gerne wieder öffnen.

Restaurants haben seit dem 2. November geschlossen. Ab Montag hätte es Öffnungen geben können. Doch die Inzidenz im Märkischen Kreis bleibt zu hoch. Die Enttäuschung bei den heimischen Gastronomen ist groß.

Plettenberg - Öffnung der Außengastronomie ab dem 22. März – so steht es in der letzten Corona-Verordnung. Voraussetzung: Eine Inzidenz von unter 100. Zwar hätte es dann noch Einschränkungen gegeben, wie „Tisch nur auf Termin“. Aber es wäre ein Anfang gewesen. Aktuell gehen die Zahlen allerdings wieder rauf. Im Märkischen Kreis lag der – noch immer alles entscheidende – Inzidenzwert am Sonntag bei 199,2. Damit bleibt die Situation für die Gastronomie unverändert bescheiden. Erlaubt sind nur Liefer- und Abholservice. Lockerungen gibt es auch im fünften Monat nicht.

Akropolis

Im Restaurant Akropolis an der Grünestraße ist die Lage ernst. „Wir versuchen, irgendwie zu überleben“, übersetzt Mitarbeiterin Yiota Kouni Inhaber Konstantinos Fytanidis. „Wir sind enttäuscht, dass wir nicht aufmachen können“, sagt er. Er hofft auf eine Öffnung so schnell wie möglich – auch, wenn dies vorerst nur im Außenbereich möglich sei. Momentan könne man sich mit dem Essen zum Abholen und per Lieferdienst gerade so über Wasser halten. Unter der Woche würde nur wenig bestellt.

Hilfsgelder habe das griechische Restaurant an der Grünestraße keine erhalten. Die Ersparnisse seien aufgebraucht. Mehrere Mitarbeiter mussten bereits gehen. Wo sonst zu Spitzenzeiten allein fünf Mitarbeiter in der Küche waren, kocht der Chef jetzt allein.

Traurig seien auch die vielen Stammgäste, darunter viele Kegelklubs, berichten die beiden. Die Kegelbahn steht seit gut einem Jahr still. „Wir wollen wieder für unsere Gäste da sein“, wünscht sich Fytanidis. Im Gespräch richtet er einen großen Dank an die Plettenberger – für die Unterstützung in dieser Zeit.

Zum Brunnen

Durchhalten heißt es in der Pizzeria Zum Brunnen. Inhaber Biagio Pace hofft auf eine baldige Öffnung. Spätestens wenn es wieder wärmer wird, sei das Geschäft draußen wichtig. Hier sind dann immer viele Tische auf der Wilhelmstraße aufgebaut.

Momentan können Pizza, Pasta und Co. abgeholt oder nach Hause geliefert werden. „Unter der Woche läuft es schlechter“, meint er. Am Wochenende sei deutlich mehr zu tun.

Dass die Hoffnungen auf eine Öffnung am Montag nun wieder dahin sind, nimmt er gelassen: „Verärgert bin ich nicht. Wir können das sowieso nicht ändern.“ Die Sicherheit gehe vor. Wenn er sich anstecken würde, müsse er den Laden ganz zumachen. „Das wäre noch schlimmer“, meint Pace.

Enttäuschung im Restaurant Akropolis: Inhaber Konstantinos Fytanidis und Mitarbeiterin Yiota Kouni.

Zur Post

„Es ist traurig, dass wir nicht aufmachen können“, sagt Theodoros Bulis, Inhaber des Restaurants Zur Post. Es sei nicht verständlich, wieso Mallorca-Urlaub erlaubt sei, nicht aber der Restaurant-Besuch vor Ort. Wenigstens den Außenbereich würde Bulis gerne aufmachen. Und für draußen gibt es wichtig ne Neuerung: Ein großer Teil des Ohler Biergartens kann nun bei Bedarf mit einer Markise überdacht werden. „Es wäre perfekt für eine Witterung wie jetzt“, meint Bulis.

Doch vorerst heißt es: warten auf Lockerungen. Geduld sei wichtig, meint Bulis. Und, dass man gesund bleibe. Bis dahin bietet sein Restaurant die Möglichkeit an, Speisen vor Ort abzuholen.

Sapori Italiani

Schade sei es, dass es nun doch nicht wieder losgehen kann, meint Gaetano Saitta, Inhaber von Sapori Italiani. Er sagt aber auch, dass das Wetter für eine reine Außengastronomie in der Plettenberger Innenstadt noch nicht gut genug sei: „Es ist noch zu kalt.“

Wie alle anderen hofft Saitta auf möglichst schnelle Lockerungen, um nach vielen langen Monaten wieder für seine Gäste da zu sein. Sein italienischer Feinkost-Laden an der Wilhelmstraße hat auch in Corona-Zeiten geöffnet.

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