So geht es weiter bei Bachforum und Kunstgemeinde

Die Hoffnung bleibt: Konzerte im Herbst in Plettenberg? 

Das Konzert der Sinfonietta Köln am 18. April fällt aus.
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Das Konzert der Sinfonietta Köln, hier mit Cornelius Frowein, sollte ursprünglich am 18. April stattfinden, wurde aber abgesagt.

Plettenberg – Viele kulturelle Veranstaltungen sind in den vergangenen Monaten der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen. Eine Prognose, ob Konzerte des Bachforums oder Aufführungen der Kunstgemeinde stattfinden können, ist derzeit schwierig. Dennoch: In Plettenberg herrscht die Hoffnung, dass mit mehr Geimpften im Herbst wieder mehr Normalität im Kulturbetrieb einkehren kann.

Bachforum

Das Kammerorchester Sinfonietta Köln sollte eigentlich am heutigen Sonntag, 18. April, im Ratssaal der Stadt Plettenberg ein Konzert geben. Damit stand schon seit längerem fest, dass es auf den letzten Tag des bis dahin gültigen Lockdowns fallen würde. Dass das Konzert nicht stattfinden kann, ja nicht darf, war damit klar, trotzdem fehlte bis vergangene Woche eine offizielle Absage.

„Das Konzert findet leider nicht statt“, bestätigt Dr. Peter Schmidtsiefer, Vorsitzender des Bachforums, nun auf Nachfrage der Heimatzeitung. „Wir planen aber einen Nachholtermin im August.“

Wie es allgemein mit Konzerten in diesem Jahr weitergeht, da sieht Schmidtsiefer keineswegs schwarz. „Ein Ding der Unmöglichkeit ist das nicht“, sagt er. „Wir sind da optimistisch und planen für den Herbst eine ganze Reihe von Konzerten.“

Ein Termin steht bereits fest, ein Gitarrenkonzert mit Friedemann Wuttke am 5. September im Ratssaal. Geht es nach Schmidtsiefer, soll es nicht das einzige sein.

„Ich gehe davon aus, dass bis zum Herbst genug Leute geimpft sind“, sagt der Vorsitzende des Bachforums und verweist zusätzlich auf die Testmöglichkeiten, die dazu beitragen könnten, im Herbst wieder zu einem „einigermaßen funktionierenden Konzertbetrieb“ zurückzukehren. „Da freuen wir uns drauf“, sagt Peter Schmidtsiefer.

Natürlich sei nicht auszuschließen, dass ein Konzert – wie coronabedingt schon mehrfach geschehen – auch noch ein drittes oder viertes Mal verschoben werden muss. Aber das sei kein Grund, die Konzertplanungen aufzugeben: „Es wäre das Mieseste – für die Künstler und auch das Publikum – jetzt alles einzustellen und den Kopf in den Sand zu stecken.“

Kunstgemeinde

Auch die Kunstgemeinde wird eine weitere Veranstaltung absagen müssen. Am Sonntag, 25. April, sollte in der ASG-Aula das Stück „Der Name der Rose“ aufgeführt werden. Damit lag es eine Woche nach dem vorherigen Lockdown-Ende (am 18. April), aber durchführbar wäre die Bühneninszenierung nach dem berühmten Umberto-Eco-Roman trotzdem nicht gewesen. Das Ensemble, das eigentlich spielen sollte, das Berliner Kriminaltheater, habe von sich aus die Kunstgemeinde mit der Absage kontaktiert, berichtet Martin Meißner, Vorsitzender der Kunstgemeinde. „Sie haben angerufen und nachgefragt, weil es ein paar Tage nach Ende des Lockdowns stattgefunden hätte. Da hätte man für die Aufführung keine Vorbereitungen mehr treffen können.“

Während hier der Lockdown als Begründung für höhere Gewalt greift, also zur Absage zwingt, will man bei der für Dienstag, 4. Mai, geplanten Hommage an Udo Jürgens noch mit einer Absage warten. Man müsse abwarten, was im Mai erlaubt sei. „Wenn wir von uns aus absagen, müssten wir die Kosten tragen“, erklärt Meißner. Man halte sich an die geltenden Corona-Regeln.

Wenn die aufgestellten Hygienemaßnahmen dann doch nicht dafür ausreichen, dass eventuell 100 Leute in die Aula dürfen, könne die Veranstaltung nicht stattfinden. „Es ist schwierig: Im Grunde bräuchte ich eine Glaskugel, um rein zu gucken.“ Doch auch ohne Glaskugel befürchtet Meißner, dass auch diese Veranstaltung letztlich nicht stattfinden wird.

Noch ist aber ohnehin offen, unter welchen Voraussetzungen und in welcher Größe Vorstellungen in der ASG-Aula ab Herbst möglich sein könnten. Auch ob es überhaupt ein Abo für die kommende Saison gibt oder lediglich Karten für Einzelveranstaltungen verkauft werden, ist noch offen.

Auflösung der Kunstgemeinde

In den nächsten Monaten steht die Auflösung der Kunstgemeinde an, deren Aufgaben die Kultour GmbH übernehmen soll. Dafür muss allerdings erst einmal eine Möglichkeit zur Versammlung gefunden werden. Denkbar wäre der Plettenberger Ratssaal als Veranstaltungsort. Auch die Austragung aus dem Vereinsregister beim Amtsgericht steht noch auf der To-Do-Liste. Ebenso muss die Übergabe der Abonnenten-Daten an die Kultour GmbH erfolgen, die die Verantwortung für Planung und Durchführung von Theatervorstellungen ab der Saison 2021/22 übernimmt. Auch wer bei Bühnenarbeiten und beim Aufbau künftig helfe, sei noch zu regeln. „Da müssen wir noch Gespräche führen, wie das abläuft“, erklärt Martin Meißner, Vorsitzender der Kunstgemeinde.

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