Affelner Straße am P-Weg-Sonntag frei?

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Die Affelner Straße wird derzeit mit bewehrter Erde neu aufgebaut und dazu großflächig ausgeschachtet.

Plettenberg - Das Eiringhauser Schützenfest naht und passend dazu sollen auch die Nacharbeiten im Bereich unterhalb des Schießstandes an der Affelner Straße abgeschlossen werden. Derzeit werden die Grundstückseinfahrten asphaltiert und die Seitenstreifen verdichtet.

Eine zweite Kolonne der Baufirma Trippe arbeitet seit einer Woche am Neuaufbau der Affelner Straße im Bereich des Ortsausganges in Richtung Ausspann. Dazu schachtet ein großer Bagger die talseitige Fahrbahnhälfte rund anderthalb Meter tief aus. Das Erdreich – insgesamt fallen über 1 000 Kubikmeter an – wird per Dreiachser-Lkw zu einer Erddeponie nach Affeln transportiert und dient dort als Unterbau für die Erweiterung eines Milchviehbetriebs. 

Der Neuaufbau der Affelner Straße erfolgt nach den Angaben von Bauleiter Reimar Becker durch bewehrte Erde. Dabei werden Bewehrungselemente (Kunststoffmatten) in die Auffüllung eingelegt. Die Bewehrungsbänder nehmen die Zugkräfte auf und tragen diese über Reibung in den Boden ab. Mit diesem System, das seit den 60er Jahren zum Einsatz kommt, wurden bereits rund 70 Meter Straße neu aufgebaut.

 „Wir wollen demnächst 100 Meter pro Woche fertigstellen“, sagte Becker, der dabei auf gutes Wetter hofft. Bei einem reibungslosen Verlauf könnten die wesentlichen Maßnahmen bis zu den Herbstferien abgeschlossen sein. Die Affelner Straße bleibt bis dahin voll gesperrt. Am P-Weg-Sonntag, 9. September, soll die Affelner Straße allerdings möglicherweise von 9 bis 13 Uhr für den Verkehr geöffnet werden, da zeitgleich die Allendorfer Straße und die B236 im Bereich der Blemker Kurve gesperrt sind. Am kommenden Donnerstag ist deshalb ein Treffen zwischen Vertretern der Baufirma, des Märkischen Kreises, des Ordnungsamtes und der Polizei geplant. Dabei soll erörtert werden, ob die Affelner Straße am P-Weg-Sonntag mit Baustellenampeln kurzzeitig als Ausweichstrecke genutzt werden kann. 

Straßen.NRW-Abteilungsleiter Dirk Stiepert wollte gestern nicht ausschließen, dass der weitere Verlauf der Affelner Straße – vom Schießstand bis zur Hallenschule – ebenfalls noch eine neue Asphaltdecke bekommt. Dies sei aber nur möglich, wenn die Baukosten für den Ausbau der L697 deutlich niedriger ausfallen würden. Ansonsten werde der Teilbereich erst in einigen Jahren saniert. 

„Wir haben für 2019 Mittel in Höhe von rund 30 Millionen Euro für den Ennepe-Ruhr-Kreis, den Märkischen Kreis und die Kreise Olpe und Siegen-Wittgenstein“, so Stiepert, der hofft, dass der Etat in den nächsten Jahren weiter erhöht wird, um den Sanierungsstau bei den zahlreichen maroden Straßen in Südwestfalen abbauen zu können. Es können leider nicht sämtliche Mittel in Plettenberg verbaut werden“, bedauerte Stiepert. 

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