Asphalt auf der Affelner Straße: „Die Kuh ist jetzt vom Eis“

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Der Asphaltfertiger – hier in Höhe Am Birnbaum – wurde  pausenlos mit neuem Asphalt „gefüttert.“

Plettenberg - Wenn am Freitag 600 Tonnen Asphalt als letzte Deckschicht auf der Affelner Straße aufgebracht werden, ist ein entscheidender Schritt zur Fertigstellung der wichtigen Verkehrsader geschafft.

Dazu wurde am Dienstag ein rund 1000 Meter langer Straßenabschnitt im Bereich Am Birnbaum abgefräst, ehe am Donnerstag ein großer Asphaltfertiger anrückte. Im Minutentakt rollten Thermo-Sattelkipper an, voll beladen mit 200 Grad heißem Asphalt aus Westenfeld, um den Fertiger zu „füttern“. 

In einem Stück – also ohne die verschleißanfällige Mittelnaht – wurden rund 1200 Tonnen Asphalt verarbeitet und gewalzt. „Mit einer Lkw-Ladung schaffen wir rund 60 Meter“, erklärte ein Mitarbeiter der ausführenden Firma Trippe. 

"Ab jetzt ist das Wetter fast egal"

Deren Bauleiter Markus Börger ist froh, dass mit den nun anstehenden Asphaltarbeiten „die Kuh vom Eis ist. Ab jetzt ist das Wetter fast egal“, so Börger. Gemeinsam mit Rene Voigt, dem zuständigen Bautechniker von Straßen.NRW, sowie Rainer Kristes von der Lennestädter Firma Peetz, wurde  der Endspurt der Großbaustelle besprochen.

Am Dienstag wurde die L697 abgefräst.

 Probleme bereitet dem Bauleiter aktuell der für die Fertigstellung der Strecke notwendige Bankettfertiger. „Von diesen Spezialgeräten gibt es nicht viele und die Firmen sind alle ausgelastet.“ Die Maschine könne deshalb erst ab dem 26. November eingesetzt werden. Dabei wird das Bankett – also der Seitenstreifen neben der eigentlichen Fahrbahn – asphaltiert und in Teilen geschottert und verdichtet.

Keine Freigabe ohne Leitplanken

 „Die Leitplanken können erst nach diesen Arbeiten gesetzt werden“, erklärte Rene Voigt das Problem. Und ohne Leitplanken könne man die L697 nicht freigeben. Deshalb gilt es nun für die Firma Preetz, zeitgleich in der letzten Novemberwoche mit der Installation der Schutzplanken zu beginnen und die Arbeiten schnellstmöglich abzuschließen.

Da die Schutzplanken in den Kurvenbereichen mit einem Unterfahrschutz versehen werden und auch Löcher in den Asphalt gebohrt werden müssen, wird die Fertigstellung bis Ende November ein Wettlauf gegen die Zeit. 

Sperrung soll Anfang Dezember aufgehoben werden

„Auch wenn wir vielleicht am Montag 3. Dezember, noch nicht fertig sind, soll die Vollsperrung definitiv in der ersten Dezember-Woche aufgehoben werden“, sagte Markus Börger. Allerdings werde man mit den weiteren Rest- und Aufräumarbeiten wohl noch bis zu den Weihnachtsferien beschäftigt sein. Mit Baustellenampeln müsse man dann also noch rechnen. 

Deutlich erschwert, verteuert und verzögert wurden die Arbeiten übrigens durch eine Altlast, denn beim kompletten Neuaufbau der Straße stießen die Mitarbeiter der Baufirma Trippe sozusagen auf die Ur-Version der Affelner Straße. 

Gutes Wetter hat geholfen

„Das war eine alte Teerfahrbahn, die seit den 70er Jahren nicht mehr verbaut wird“, erklärte Börger. Während der heutige Asphalt geschreddert und wieder eingebaut werden kann, musste der über 50 Jahre alte Teerbelag, von dem zuvor niemand etwas wusste, aufwendig ausgebaggert und schließlich fachgerecht auf Sondermülldeponien entsorgt werden.

Größtenteils wett machen konnten die Arbeiter der Firma Trippe die Verzögerungen durch die fast durchgehend optimalen Wetterbedingungen und viele Samstags-Sondereinsätze. „Ohne das gute Wetter wäre das Pensum nicht zu schaffen gewesen“, ist sich Rene Voigt von Straßen.NRW sicher. Mit der MVG will er nun abstimmen, wann die Busse wieder auf der Affelner Straße fahren können.

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