Netzwerk Plettenberg-Herscheid lädt zum Aktionstag ‘Mit und ohne’ am 20. September

Demenz ist Teil der heutigen Gesellschaft

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Das Vorbereitungsteam des Demenz-Netzwerks freut sich bereits auf viele Besucher zum Aktionstag am 20. September im und am Jugendzentrum.  

Mit großen Ambitionen nahm das Demenz-Netzwerk Plettenberg-Herscheid vor rund zwei Jahren seine Arbeit auf: Die Förderung durch den Bund endet und nun ist es Zeit für eine erste, kleine Bilanz – und für einen Aktionstag, der vor allem Spaß machen soll.

„Wir sind in den vergangenen Jahren schon sehr gewachsen“, erklärt Christiane Wilk vom Fachgebiet Soziales und Wohnen. Hatte das Demenz-Netzwerk einst mit 16 Akteuren begonnen, könne dieses nun rund 30 Teilnehmer zählen. Die Förderung durch das Bundesfamilienministerium ende zum September. 

„Wir werden aber auf jeden Fall weiter machen. Wir sind zukunftsfest“, sagt Wilk. Schließlich sei man noch längst nicht am selbstgesteckten, obersten Ziel angekommen, Plettenberg und Herscheid zu vollkommen demenzfreundlichen Kommunen zu machen. „Dabei muss gesagt werden, dass alles, was demenzfreundlich ist, auch den Alltag der übrigen Bevölkerung erleichtert“, erklärt Wilk. 

Positives Fazit unter zwei Jahren Arbeit Auch die Sensibilisierung der Bevölkerung für das Thema Demenz sei bisher erfolgreich verlaufen. Dies ließe sich auch an den Akteuren erkennen, die in den vergangenen Jahren neu zum Netzwerk gestoßen seien: Darunter befänden sich auch Institutionen wie die Stadtbücherei, die man nicht sofort mit Demenz in Verbindung bringen würde. Der Grund: Auch die Mitarbeiterinnen der Bücherei würden im Umgang mit dementen Kunden geschult werden wollen. 

Und dies treffe zum Beispiel auch auf Einzelhändler zu. Wichtig sei dem Netzwerk auch, zusätzliche Angebote für Demente und Angehörige zu schaffen. „Und auch das ist uns gelungen“, sagt Wilk. Beratungs- und Informationsstellen seien ebenso hinzugekommen, wie Betreuungsgruppen, Gesprächskreise oder Bewegungsangebote. Besonders wichtig sei es dabei, die Angebote nicht nur speziell für demente Menschen und deren Angehörige zu gestalten. „Wir müssen Menschen mit Demenz in die Gesellschaft einbetten. Denn die Demenz gehört nunmal immer mehr zu unserer Gesellschaft“, erklärt Wilk. 

Daher müssten Aktionen und Angebote „niederschwellig“ sein, also möglichst viele Bevölkerungsgruppen ansprechen. Dies soll unter anderem auch mit dem am 20. September stattfindenden Aktionstag ‘Mit und ohne’ im und am Jugendzentrum im Wieden gelingen. Hierbei soll es nicht bitter-ernst zugehen und auch die Krankheit an sich soll nicht im Mittelpunkt stehen – wichtiger sei es, dass die Besucher Spaß haben würden und sich gleichzeitig informieren könnten. 

Der erste Teil der Veranstaltung, der um 14.00 Uhr im Jugendzentrum durch Bürgermeister Ulrich Schulte eröffnet wird, richte sich eher an ein Fachpublikum – das bedeute aber nicht, dass nicht jeder Interessierte willkommen sei. Ab 15.00 Uhr startet dann das bunte Rahmenprogramm am Jugendzentrum: Neben Info-Ständen werden hier vor allem Mitmach-Aktionen geboten, musikalisch begleitet von der Plettenberger Rentnerband. Auch für die Bewirtung wird bestens gesorgt sein. Da das zweijährige Förderprogramm dann beendet sein wird, sei es eine gute Idee, dies mit einem kleinen Aktionstag zu feiern und den Menschen Informationen zu bieten – denn auch ohne Förderprogramme würde sich das Demenz-Netzwerk Plettenberg-Herscheid weiter dafür einsetzen, dass beide Kommunen demenzfreundlicher werden.

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