Nach dem Vorsitz in der Werteunion:

Das sagt Max Otte zum Thema AfD

Der Plettenberger Max Otte, hier bei einem Auftritt in Ohle, stellte sich nach seiner Wahl zum Vorsitzenden der Werteunion den Fragen unserer Zeitung.
+
Der Plettenberger Max Otte, hier bei einem Auftritt in Ohle, stellte sich nach seiner Wahl zum Vorsitzenden der Werteunion den Fragen unserer Zeitung.

Für bundesweite Schlagzeilen und kontroverse Diskussionen sorgte der in Plettenberg aufgewachsene Max Otte nach seiner Wahl zum neuen Vorsitzenden der Werteunion.

Plettenberg - Im Interview mit Georg Dickopf stellte er sich den Fragen der Redaktion.

Ihnen wird eine zu große Nähe zur AfD nachgesagt, immerhin hatten Sie vor der letzten Bundestagswahl öffentlich angekündigt, die AfD zu wählen. Darüber hinaus haben Sie das Hambacher Fest vor wenigen Jahren veranstaltet und dazu auch Größen der AfD eingeladen. Was sagen Sie zum Vorwurf der zur großen Nähe zur AfD?
Ich bin seit 30 Jahren CDU-Mitglied und habe auch nie an einen Parteiaustritt gedacht. Das habe ich Ihrer Zeitung bereits vor einigen Jahren mal gesagt. Als Privatperson und Wissenschaftler habe ich keine Kontaktscheu zu demokratisch gesinnten Menschen und Parteien. Als Vorsitzender der Werteunion habe ich allerdings eine besondere Verantwortung der Wertunion gegenüber.

Die Werteunion wird von CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak nicht als Teil der Unionsfamilie gesehen. Ist es mit Ihnen als Vorsitzendem denkbar, dass die Werteunion noch weiter nach rechts rücken wird?
Die Werteunion wird von der CDU nicht als Parteigliederung anerkannt, obwohl alle unsere Mitglieder als Voraussetzung auch Mitglieder in der CDU oder einer ihrer Unterorganisationen sein müssen. Sie könnte also jederzeit eine Parteigliederung werden. Wir sind christlich-konservativ, setzen uns für ein christliches Familienbild, die Förderung von Wirtschaft und Mittelstand und die Begrenzung der Migration ein. Das sind feste Positionen, da „rückt“ gar nichts.

Oder sind Sie als neuer Chef der Werteunion darauf bedacht, sich nun von der AfD weiter abzugrenzen?
Ich habe die Linie meiner Organisation zu vertreten, und die heißt derzeit „keine Zusammenarbeit mit der AfD“.
Wie bewerten Sie die Diskussionen über den Wechsel an der Spitze der Werteunion?
Man hat versucht, uns als „kleinen Verein“ kleinzureden. Dass wir mit unseren 4 000 CDU-Mitgliedern wahrscheinlich ein Vielfaches an Mitgliedern vertreten, die unserer Meinung teilen, und doch ein Faktor sind, zeigt sich in der medialen Aufregung.

Sie kritisieren die Zustände im Land, erfahren aber selbst einige Kritik in den Medien. Stört Sie das und fühlen Sie sich missverstanden?
Ich musste gelegentlich schon unfaires „Framing“ in den Medien über mich ergehen lassen. Es scheint heutzutage so, dass die großen Medien oft lieber die Kritiker, wie auch zum Beispiel Boris Reitschuster, kritisieren als die Mächtigen und die Regierung. Das sollte anders werden.

Sind demnächst auch Auftritte von Ihnen in Plettenberg angedacht?
Ich komme immer gerne nach Plettenberg. Aktuell muss ich mich aber erstmal um die Interessen der Werteunion kümmern.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare