Zeitungshund entdeckt immer neue „Leckereien“

Und dann kam Wudi... auf ein Neues!

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Silvester war ich ganz entspannt – im Gegensatz zu meinem Hundekumpel Bertin...

Plettenberg - „Ich wollte mich doch mal wieder bei euch melden. Was war es doch gleich, was ich euch sagen sollte? Ach ja, ich wünsche euch allen ein frohes und gesundes neues Jahr. Hoffentlich hat alles gut geklappt, das mit dem Reinrutschen, von dem jeder so redet. 

Also, ich bin nicht gerutscht, hatte alles fest im Griff oder in meinen Pfoten. Mein Silvester war ok, zwar ein wenig langweilig, denn keiner hatte so richtig Zeit für mich. Alle waren mit essen, spielen und reden beschäftigt. 

Mit Bertin konnte ich auch nicht so wirklich was anfangen, der hatte voll Schiss in der Hose, obwohl er gar keine trägt. Bei jedem kleinen Böllerschuss ist er zusammengezuckt, und bei großen Kanonenschlägen wollte er nur noch auf den Schoß seiner Zweibeiner. Schnell stand fest, mit Bertin kann ich nicht so viel reißen an dem Abend. Er tat mir allerdings schon ein wenig leid. Auch seine Notdurft machte er gegen das beleuchtete Rentier von Frauchen, die fand das gar nicht schlimm. Gießkanne mit Wasser drüber und fertig; Hauptsache, dem armen Kerl platzte nicht die Blase.

 Derweil tingelte ich durch die Bude und sammelte Schuhe, Servierten abgestellte leckere Süßigkeiten und das, was sonst so in meine Schnauze fiel. Das war richtig gut, denn jedes Mal rannte irgendeiner hinter mir her, wenn auch schimpfend, nur das war mir egal. Gegen Mitternacht wurde das Spektakel draußen echt heftig, so viele Böller und Raketen gingen in die Luft, mein Kumpel Bertin litt immer mehr. Dem ging es erst besser, als es ruhiger wurde. Ich muss schon sagen, wir waren richtig fertig, ich war so müde, langes Aufbleiben ist echt nicht mein Ding. Am nächsten Tag schlief ich den Schlaf eines Helden, ich hatte das Feuerwerk überlebt. Nachdem ich wieder fit war fing das Jahr 2018 schon gut für mich an.

 Ich fand einen originalverpackten Teebeutel. Woher der war, keine Ahnung, der lag einfach so rum und rief: „Friss mich.“ Fein säuberlich aus der Verpackung geschält und dann zugeschnappt. Warum ich aufflog: Das Band mit dem Teebeutelfähnchen hing noch aus meiner Schnauze. Heimatland war Frauchen sauer auf mich. Blasen und Nierentee hatte ich erwischt, ein wenig staubig war der Beutelinhalt und nicht wirklich lecker. O-Ton Frauchen: „Jetzt warte ich nur noch drauf das er Blasen und Nierentee pinkelt. Der Hund hat echt einen Schaden.“ 

Nee, ich habe keinen Schaden, wenn ich nur genügend Futter bekommen würde, müsste ich nicht alles aufsaugen. Oder? Außerdem bin ich permanent unterstreichelt. Ansonsten konnte ich beim nächsten Gassigang mal wieder so richtig flitzen, ich rannte einen Maulwurfshügel platt und buddelte eine Mauselocherweiterung. Blasen- und Nierentee hab ich übrigens nicht ausgepinkelt, war alles total normal. Ausgesehen hab ich wie ein Schwein, aber ich war glücklich.

 Ob mein Frauchen glücklich war weiß ich nicht, die musste mich ja wieder sauber machen. Also, dann nochmals guten Start für alle in das neue Jahr, schön gesund und munter bleiben. Euer Wudi“

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