Firma Junior baut 238 Meter lange Produktionsstätte am Osterloh

„Dach und Wände sollen in diesem Jahr fertig werden“

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Firma Junior baut 238 Meter lange Produktionsstätte am Osterloh.

Plettenberg - Gerüste „Made in Plettenberg“ sind gefragt. Um der Nachfrage standzuhalten, baut die Firma Junior zurzeit eine gut 12 500 Quadratmeter große Produktionsstätte im Osterloh. „Wir hoffen, das wir die Wände und das Dach noch in diesem Jahr fertigstellen können“, erklärt Axel Gillmann vom Gebäudemanagement der Firma Junior. Äußerlich soll die Halle damit weitestgehend fertig sein. Erste Asphaltierungsarbeiten auf dem Gelände sind ebenfalls noch für 2017 angesetzt.

Kaum zu übersehen ist die knapp 238 Meter lange Halle von der Straße aus. Die Arbeiten laufen auf Hochtouren. Sieben Firmen seien derzeit an der Baustelle beschäftigt. Der Baufortschritt ist erstaunlich, wenn man bedenkt, dass die Arbeiten gerade mal erst im März dieses Jahres begonnen haben. „Um eine gerade Fläche zu schaffen, haben wir knapp 100 000 Kubikmeter Erde bewegt“, erklärt Axel Gillmann, Gebäudemanagement. Gute 238 Meter sei die Halle lang; das sind knapp zwei Fußballfelder. So entstehen 12 500 Quadratmeter Hallenfläche. Zuvor wurde eine gut 700 Meter lange Stützmauer gebaut, um die Erdmassen zu halten. Geht alles so weiter wie bisher, soll die Halle im Frühjahr fertig sein. Im Sommer sollen die Maschinen vom Standort Ziegelstraße umziehen, sodass man möglichst schnell in der neuen Halle produzieren kann. „Solange es nicht stark schneit, können wir arbeiten“, erklärt Gillmann im Gespräch. 

Neben einer neuen modernen Schweißerei soll am Osterloh ein automatisches Langgutlager mit einer Höhe von 25 Metern untergebracht sowie ein neues Laser- und Sägezentrum entstehen. Der Hauptstandort Ziegelstraße werde im Rahmen der Produktionserweiterung umstrukturiert. Freigewordene Flächen würden zukünftig für den Ausbau des Logistikzentrums genutzt. Damit könne die Lagerfläche von Gerüstfertigmaterial nahezu verdoppelt werden. Das schaffe einen klaren Wettbewerbsvorteil. „Denn Gerüste muss man dann liefern können, wenn sie gebraucht werden. In diesem Punkt sind wir schon heute weit vorne, und doch müssen wir hier über alle Fertigungsschritte hinweg noch besser werden“, sagt Jörg Frommann, Prokurist der Junior-Gruppe und verantwortlich für den Bereich Gerüste, „und dazu gehören am Ende eine mehr als ausreichende Bevorratung von Neumaterial sowie eine schlagkräftige Logistik.“ Bei Junior investiere man aktuell nicht nur in Quantität, sondern auch in Qualität. Denn die Besiedelung einer neuen Produktionsfläche ermögliche immer auch die Einführung neuer Produktionstechniken, ohne den laufenden Betrieb zu beeinträchtigen. Denn der Trend gehe klar zu höherwertigen Materialien und leichteren Bauteilen. Hier seien dann zum Beispiel neue Umformtechniken gefragt, die es ermöglichen, sparsam mit Material umzugehen und es nur dort einzusetzen, wo es wirklich gebraucht wird.

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