Schulamtsleiter legt die aktuellen Zahlen vor

Corona an den Schulen: So ist die Situation in Plettenberg

An den Schulen in Plettenberg gibt es bislang erfreulicherweise kaum Ausfälle oder Einschränkungen wegen des Coronavirus.
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An den Schulen in Plettenberg gibt es bislang erfreulicherweise kaum Ausfälle oder Einschränkungen wegen des Coronavirus.

Überall in Nordrhein-Westfalen steigen die Corona-Fälle an den Schulen. Aber wie ist die Situation in Plettenberg? Wir haben dazu mit dem Schulamtsleiter Christoph Wilk gesprochen, der mit den Schulleitern Rücksprache gehalten hat. Die überraschende Nachricht.

Plettenberg -  Überall sind die Zahlen der Corona-Erkrankten und Kontaktpersonen in den letzten Wochen stark angestiegen. Vielerorts waren auch Schulen betroffen, ganze Klassen mussten in Quarantäne geschickt werden und erst am Dienstag meldete der benachbarte Hochsauerlandkreis die Zahl von 3 500 Schülern, Lehrkräften und weiteren Schulbeschäftigten, die wegen Corona derzeit ausfallen.

Der Blick auf Plettenberg aber zeigt ein erfreulich positives Bild. Weder in den Grundschulen, noch in den weiterführenden Schulen hat das Coronavirus stark um sich gegriffen, der Unterricht wird kaum beeinträchtigt. Wenn man Plettenberg eine Schulnote für die Lage in den Schulen geben würde, dann lautete sie: sehr gut.

Die Zahlen belegen das. Seit Beginn der Pandemie in Deutschland vor über einem halben Jahr gab es in Plettenberg lediglich fünf infizierte Schüler, die inzwischen alle wieder gesund sind. Zwei Fälle sind an der GeschwisterScholl-Realschule aufgetreten, der dritte an der Grundschule Ohle. Hier musste sogar die gesamte Klasse inklusive der Klassenlehrerin kurz vor den Herbstferien als Kontaktpersonen in Quarantäne. Die Tests ergaben die gute Nachricht, dass sich niemand angesteckt hatte. Bei den positiv getesteten Schülern Nummer vier und fünf handelte es sich um zwei Schüler des Albert-Schweitzer-Gymnasiums, die sich laut Plettenbergs Schulamtsleiter Christoph Wilk in den Herbstferien infiziert haben und rechtzeitig getestet worden sind, sodass die beiden Betroffenen die Schule nicht betreten haben, als sie an Covid-19 erkrankt waren.

Natürlich gab es an den Schulen zwischenzeitlich und auch derzeit immer wieder Kontaktpersonen, die sich in Quarantäne begeben haben. Bis Anfang der Woche konnten zum Beispiel zehn Kinder der Eschenschule nicht am Unterricht teilnehmen, weil sie als Gruppe während eines Unterrichts mit einer infizierten Person in Kontakt gekommen sind. Aber auch hier ergaben die Tests: Keiner der Schüler hat sich angesteckt.

Oder die Grundschule Holthausen: Vorsorglich ist hier derzeit ein Kind im Distanzunterricht, weil seine Geschwister in Quarantäne sind. Die Schulleitungen tun, was sie können, um auf Nummer sicher zu gehen. Und das scheint sich bisher sehr gut auszuzahlen.

Die genannten Beispiele sind nur ein Bruchteil der insgesamt 2 543 Schüler in Plettenberg, was wiederum bedeutet: Die Lage an den Schulen ist gut. 99,8 Prozent der Schüler sind bis jetzt coronafrei durch die letzten Monate gekommen.

Woran diese sehr erfreulichen Zahlen liegen? Schulamtsleiter Wilk weiß, dass das auch, aber eben nicht nur mit den Sicherheitsvorkehrungen wie die Trennung von Schülern oder dem regelmäßigen Lüften zusammenhängt. „Es ist eben auch viel, viel Glück“, sagt Wilk. „Mit ein bisschen Pech kann das auch ganz anders laufen. Es muss sich nur eine Großfamilie anstecken und das Virus in die Schulen tragen. Hoffen wir einfach, dass es weiter ruhig bleibt.“

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