KulTour GmbH mit ganz wenig Kultur 

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Das Team der KulTour GmbH mit Vivian Bömer, Sylvia Eick und Sonja Büsing (von links) vor dem neuen Büro an der Kaiserstraße 9.

Plettenberg – Seit knapp einem Jahr gibt es nun die KulTour GmbH in Plettenberg. Nun findet sich das Büro an neuer Stelle, stadtzentral an der Kaiserstraße 9. Georg Dickopf sprach mit Geschäftsführerin Sylvia Eick über den Umzug, die ausgefallenen Veranstaltungen und die weiteren Projekte:

Frau Eick, gut schaut das aus hier im Büro... 

Ja, wir sind am 1. April umgezogen und auch sehr zufrieden mit dem neuen Büro. Jeder von uns – Sonja Büsing, Tobias Brömme, Vivian Bömer und ich – verfügt über ein eigenes Büro und im Eingangsbereich wird demnächst noch ein Besprechungstisch aufgebaut. Insgesamt haben wir hier an der Kaiserstraße 9 rund 130 Quadratmeter.

  Was beinhaltet das Angebot? 

Man kann hier demnächst Tickets für Veranstaltungen kaufen, sich informieren, mit uns ins Gespräch kommen und wir sind auch der Ansprechpartner für den lokalen Einzelhandel. Eine neue Stadtbroschüre, Gastronomieverzeichnis, Hotel- und Ferienwohnungen, Tourismusinformationen, Wanderkarten usw. werden auch hier in gedruckter Form verfügbar sein. 

Tickets für Veranstaltungen müssen ja aktuell eher zurückerstattet werden? Viele Veranstaltungen haben Sie aktuell nicht mehr zu planen, oder? 

Nein, leider nicht. Wir mussten neben dem Stadtfest, also der Plettenberger Woche, auch den neu geplanten Vier-Täler-Sommer wegen der Corona-Pandemie und dem Verbot von Massenveranstaltungen bis Ende August leider absagen. Sie hatten neben der PleWo auch eine Udo Jürgens-Show, einen Tom Astor-Abend und eine Partynacht geplant.

 Wie sind Sie aus den Verträgen herausgekommen? 

Tobias Brömme hat alle Vertragspartner persönlich angerufen und wir konnten glücklicherweise alle Verträge auflösen. Die Künstler sind jetzt natürlich stark gebeutelt, hatten aber Verständnis für die Absage.

Dann fällt auch das beliebte N.N.-Theater aus? 

Da gibt es noch einen Hoffnungsschimmer, denn wir sind in Gesprächen über einen Auftritt im Herbst in der Böddinghauser Aula. 

Mit den Absagen der ganzen Veranstaltungen ist ja ein ganzer Teil Ihrer Arbeitsgrundlage weggefallen. Machen Sie eigentlich auch Kurzarbeit? 

Ja, das bereiten wir gerade vor. Ab Mai gehen alle Mitarbeiter der KulTour GmbH zu einem bestimmten Prozentsatz in Kurzarbeit. 

Wie hat sich Ihre Arbeit jetzt verändert? 

Die Arbeit ist eigentlich nicht weniger geworden. Trotz der aktuellen Situation arbeiten wir weiter an Kulturprogrammen in Plettenberg. Wir gehen hier keine Verträge ein, möchten aber vorbereitet sein, wenn die Zeit nach Corona beginnt.

Zeit nach Coronakrise

  Der Internetauftritt wird weiter ausgebaut. Projekte wie digitaler Geschichtspfad, Plettenberg früher und heute und Branchenverzeichnisse werden bearbeitet. Verbunden mit der App hat man zukünftig die Möglichkeit, alle Informationen über Plettenberg immer dabei zu haben. 

Die Stadtbücherei gehört ebenfalls zur Plettenberger KulTour GmbH. Aktuell setzen wir hier weitere Hygienemaßnahmen um, so dass wir möglichst Anfang Mai wieder öffnen können. Wir haben jetzt den Bereich Tourismus mehr im Auge, denn da müssen wir auf jeden Fall stärker werden. Wir wollen zeigen, wie schön es hier ist, und Möglichkeiten aufzeigen, was man in und um Plettenberg alles machen kann. Denn Urlaub in Deutschland wird definitiv ein großes Thema werden. 

Gilt das auch für das Wandernetz? Da stockt es seit langen bei der Wegebeschilderung. Der Herscheider SGV kann seine Karten nicht drucken, weil die lange geplanten Markierungen im Rahmen des Regionale-Projekts fehlen. 

Auch da wollen wir uns einsetzen. Wir gehen davon aus, dass besonders in diesem Sommer viele Wanderer unterwegs sind. Bei einer schnellen Umsetzung der neuen Wegebeschilderungen möchten wir gerne unterstützen. Karten müssen neu gedruckt werden, aber geplante Markierungen im Rahmen des Regionale-Projekts fehlen noch. Da gibt es in der Tat noch Nachholbedarf, aber wir sind im Gespräch und wollen das Thema in Zukunft in Absprache mit dem Verantwortlichen forcieren. 

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