Luca und Jarno Schawag wohlbehalten zurück in Deutschland

Rückreise aus Neuseeland: Auf einmal ging alles ganz schnell

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Plettenberg - Nach Tagen ohne Informationen ging für Luca und Jarno Schawag am Ende alles ganz schnell. Die Brüder bekamen die heiß ersehnte Nachricht des Auswärtigen Amtes, dass sie aus Neuseeland zurück nach Deutschland gebracht werden. Am Freitag letzter Woche sind sie wohlbehalten in Plettenberg angekommen.

Die Geduld hatte sich also ausgezahlt. Wie die meisten anderen Touristen auch hatten sich die Schawags nach Ausbruch der Corona-Pandemie für die Rückholaktion des Auswärtigen Amtes registriert. Eigentlich wollten sie noch länger als die bisherigen acht Monate auf Neuseeland bleiben, doch weil das Virus die komplette Insel lahmgelegt, wollten Luca und Jarno nur noch eines: so schnell wie möglich nach Hause.

Doch das war leichter gesagt als getan. Die Rückverschiffung des miteingeführten VW Bullis machte Probleme und die Rückholaktionen der Touristen wurde vorübergehend von der neuseeländischen Regierung gestoppt.

Nachdem dann Anfang April endlich das Auto per Fähre auf den Heimweg geschickt werden konnte, folgte am 6. April der nächste Hoffnungsschimmer, dass es bald mit der Ausreise klappen könnte. Das Auswärtige Amt teilte den beiden mit, dass sie für einen Sonderflug gebucht seien. Tags darauf bestätigte sich die gute Nachricht: „Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass das Auswärtige Amt Ihnen, Herr Luca Mats Jonas Schawag, in Zusammenarbeit mit der Deutschen Lufthansa einen Rückflug nach Deutschland anbieten kann.“ Freitag um 1 Uhr am Morgen sollten Luca und sein Bruder in Frankfurt ankommen.

Tatsächlich verlief alles nach Plan. In Neuseeland bestiegen die beiden Plettenberger den Airbus A380, der sie und viele andere Touristen mit einem Tankstopp in Bangkok innerhalb von 25 Stunden zurück nach Deutschland brachte. Besonders komfortabel war der Flug nicht. „Es gab nur Wasser und kleine Verpflegungsboxen, keine warmen Mahlzeiten“, berichtet Luca Schawag. Aber sei’s drum. Am Ende waren er und sein Bruder froh, wieder in Deutschland zu sein, wo sie nun bis zum 29. Juni warten müssen, bis ihr Bulli nach einer Fahrt quer über die Weltmeere am Hafen in Bremerhaven ankommen soll.

Coronavirus in Plettenberg: Sind die beiden nun infiziert?

Ganz so lange wird es mit ihrer Quarantäne glücklicherweise nicht gehen. Noch am Flughafen wurden alle Passagiere von der Bundespolizei angewiesen, sich in Quarantäne zu begeben, zwei Tage später folgte diesbezüglich eine entsprechende Nachricht des Gesundheitsamtes. Am Dienstag mussten sich die Schawags im Labor in Lüdenscheid auf das Coronavirus testen lassen. Die Ergebnisse stehen noch aus.

Übrigens: Auch der Blintroper Til Vollmer, mit denen die Schawags in Neuseeland unterwegs waren und zusammen gewohnt haben, ist wieder in Deutschland angekommen. Erst hatte er Pech, weil er – obwohl er für den Flug eingetragen war – kein Ticket bekommen hatte. Dann fuhr er auf gut Glück mit Luca und Jarno Schawag zum Flughafen und ist nachgerückt. Er durfte schließlich in der ersten Klasse nach Hause fliegen.

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