Klopapier-Mangel

Warum Küchenrolle  keine Alternative ist: Experte aus dem MK landet Netz-Hit

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Steffen Reeder bei seinem Erklär-Video. Zu sehen sind die reißfesten Varianten und oben in der Schüssel das gerissene Klopapier.

Plettenberg – Ein Facebook-Video sorgte in den vergangenen Tagen für viel Aufmerksamkeit im Netz. Eine eigentlich banale Erklärung, warum Servietten, Küchentücher und Co. keine Alternative zu herkömmlichem Toilettenpapier sind, wurde innerhalb weniger Stunden zum Netz-Hit in der Plettenberger Community und verbreitete sich rasend schnell durch die Plettenberger Gruppen und darüber hinaus.

Der Protagonist ist in der Vier-Täler-Stadt kein Unbekannter. Steffen Reeder, der ehemalige Geschäftsführer des Plettenberger Stadtmarketingvereins weiß, wie er mit der Videokamera umgehen muss – das hat er in der Vergangenheit schon vielfach unter Beweis gestellt. Ob mit der Drohne, einer professionellen Filmkamera oder mit dem Smartphone: Reeder hat verschiedenste Veranstaltungen und Aktionen „im Städtchen“ stets ins rechte Licht gerückt. Schon alleine die Hintergrundmusik in seinem neuesten Facebook-Video erinnert ein wenig an die lustigen Einspiel-Clips in Stefan Raabs früherer Show TV Total. 

Reeder erklärt zur Idee hinter dem Videodreh: „Ich war einkaufen und da überall das Klopapier vergriffen war, haben manche Discounter diese großen Putzrollen, die man sonst zum Autoputzen oder so verwendet, zum Kauf angeboten“, sagt er. Reeder war schnell klar, dass das eine schlechte Alternative zum herkömmlichen Klopapier ist, denn als er 16 Jahre alt war, erlernte er den Beruf des Papiermachers in einer Fabrik in Kreuzau: „Deswegen glaube ich sagen zu dürfen, dass das keine gute Idee ist“, erklärte er im Video, warum man weder Küchenrolle noch die großen Putzrollen benutzen sollte. Dazu demonstriert er, dass Klopapier in Verbindung mit Wasser direkt reißt und sich auflöst, sodass es zersetzt wird und problemlos in der Kanalisation abgespült werden kann. Anschließend führt er diesen Versuch mit einer Küchenrolle und einer großen Industrie-Putzrolle durch.

 „Wenn ihr dieses Zeug hier jetzt ins Klo schmeißt, vor allem in großen Mengen, kann es passieren, dass eure Toilette den Geist aufgibt!“, erklärt er anschaulich, nachdem er jeweils große Kartoffeln auf verschiedenen Papierblättern verteilt hat und anschließend mit einer Gießkanne anfeuchtet. Da Küchenrolle und Putzrolle der Flüssigkeit standgehalten haben, erklärt er: „Diese Papiersorten wurden mit einem speziellen Nassfestmittel behandelt, damit sie auch unter Belastung im nassen Zustand reißfest bleiben“. Als Fazit warnt er die Netzgemeinde eindringlich: „Leute, das dürft ihr nicht machen, denn das hat riesige Nachfolgekosten zur Folge“. Er appelliert daran, alle Alternativen zu herkömmlichen Klopapier nach Benutzung auf keinen Fall in die Toilette zu werfen und in dem Fall auf den Hausmüll (schwarze Tonne) zurückzugreifen. 

Im amüsanten Abspann demonstriert abschließend eine Lego-Figur anschaulich, wie es aussieht, wenn die eigene Toilette verstopft ist und wünscht allen Zuschauern alles Gute, um die Krise zu meistern und schließt mit den Worten: „Bleibt gesund!“ Mittlerweile hat das Video mehr als 2,4 Tausend Aufrufe. Vielleicht hat Steffen Reeder in diesen Krisen auch noch weitere schlaue Tipps auf Lager, die er auf diese unterhaltsame Art und Weise den Plettenbergern mit auf den Weg geben wird...

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