Es drohen Bußgelder von 500 Euro

Ausgangssperre im MK: Wie Ordnungsbehörden das kontrollieren wollen

Ausgangssperre
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Die Ausgangssperre zwischen 21 und 5 Uhr gilt seit Freitag auch für den Märkischen Kreis.

Seit Freitag gilt im Märkischen Kreis die nächtliche Ausgangssperre täglich zwischen 21 und 5 Uhr. Die Ordnungsbehörden stehen vor einer Mammutaufgabe, dies zu kontrollieren. Wie das gewährleistet werden soll, zeigt ein Beispiel aus dem MK.

Plettenberg - „Die Ausgangsbeschränkung, die der Landrat des Märkischen per Allgemeinverfügung vom 8. April mit Wirkung ab 9.April festgelegt hat, soll nach unserem Verständnis vordringlich das Bewusstsein dafür schärfen, dass die Lage ernst ist“, sagt Plettenbergs Ordnungsamtsleiter Thorsten Spiegel.

Man ist sich in Plettenberg bewusst darüber, dass es „nicht der Anspruch sein kann, dass die Ordnungsbehörden nachts sämtliche Straßen und Plätze sowie Treffpunkte durchkämmen“, erklärt Spiegel. Gleichwohl werde das Ordnungsamt stichprobenhafte Kontrollen durchführen.

Unterstützung bekommen die Mitarbeiter dabei von der Polizei und auch vom Plettenberger Sicherheitsdienst MKW. „Dieser kennt aus seiner langjährigen Tätigkeit ebenfalls Treffpunkte und Klientel“, begründet Spiegel diese „punktuelle Verstärkung“.

Wer ohne einen triftigen Grund während der Sperrstunde unterwegs ist, müsse mit einem Bußgeld von 500 Euro rechnen. Was so ein triftiger Grund ist, lesen Sie hier in unserem gesonderten Bericht.

Spiegel appelliert mit Blick auf volle Intensivstationen: „Jeder sollte zurzeit persönliche Treffen mit nicht Haushaltsangehörigen auf das absolut notwendige Maß minimieren.“

Die meisten hielten sich auch daran. Spiegel: „Es geht jetzt darum, auch bisher Uneinsichtige dazu zu bewegen, private Kontakte, die das Infektionsgeschehen weiter anfachen, vorübergehend zu minimieren. Je mehr Bürgerinnen und Bürger achtsam sind, desto eher können wir gemeinsam das Infektionsgeschehen, menschliches Leid und wirtschaftliche Folgeschäden vermindern. Ausgangsbeschränkungen sind nach den von uns gemachten Erfahrungen und nach Einschätzung des Betreuers des Covid-Simulators, Prof. Lehr, als ein weiterer Baustein für Kontaktreduzierungen durchaus als geeignet anzusehen. Gerade im stark vom Virusübertragungsgeschehen betroffenen privaten Bereich.“

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