„Angespannte Lage“

Wieder voll ausgelastet: Corona-Einfluss auf Intensivstation im Krankenhaus Plettenberg wieder spürbar

Blick in eine Behandlungszimmer auf der Intensivstation des Radprax-Krankenhaus Plettenberg.
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Blick in eine Behandlungszimmer auf der Intensivstation des Radprax-Krankenhaus Plettenberg.

Die Anzahl der Coronapatienten im Plettenberger Radprax-Krankenhaus variiert derzeit von Tag zu Tag, ja fast schon von Stunde zu Stunde. „Es ist immer nur eine Momentaufnahme“, sagt der Ärztliche Direktor, Dr. Andrzej Ploch. Zusammengefasst sagt er: „Die Lage ist angespannt.“

Plettenberg - Im Schnitt habe man in dieser Woche pro Tag zwischen zehn und 15 Coronapatienten stationär behandelt – den Großteil auf der Isolierstation, aber einige auch auf der Intensivstation, auf der sie beatmet werden mussten. Mit Stand von Freitagvormittag lagen zwei Corona-Patienten beatmet auf der Intensivstation. Als dann auch noch ein anderweitiger Notfall intensivmedizinisch versorgt werden musste, waren am Mittag alle Betten auf der Intensivstation wieder voll ausgelastet.

Diese Situation passt ins bundesweite Bild. Erst vor wenigen Tagen hatte die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) einen strengen Lockdown gefordert, weil bundesweit kaum noch Intensivbetten frei und viele Krankenhäuser am Limit seien.

An der Belastungsgrenze ist man im Plettenberger Krankenhaus glücklicherweise noch nicht angekommen, „es ist machbar“, sagt Dr. Ploch. Das liegt vor allem auch daran, dass keine einzige Pflegekraft derzeit mit dem Coronavirus infiziert ist oder sich in Quarantäne befindet – dank der Impfungen, die innerhalb des Krankenhaus-Personals flächendeckend durchgeführt worden sind und werden (einige Zweitimpfungen stehen noch aus). „Das ist wichtig und bringt Sicherheit – auch für die Patienten“, betont Dr. Ploch.

Zum anderen helfen die flächendeckenden Corona-Schnelltests laut Dr. Ploch dabei, dass Patienten nun in einigen Fällen früher zur Behandlung ins Krankenhaus kamen, besser behandelt und so früher wieder entlassen werden konnten. „Sobald Luftnot auftritt gilt: Je schneller die Therapie beginnt, desto größer ist die Chance auf Erfolg“, erklärt der Ärztliche Direktor.

Das Alter der Corona-Patienten im Krankenhaus habe sich im Vergleich zu den letzten Wochen und Monaten kaum verändert. Fast drei Viertel machen die über 70-Jährigen aus, die „jüngeren“ Coronapatienten seien 50 und aufwärts. Sie alle sind entweder mit dem Ursprungs-Coronavirus oder der britischen Mutation infiziert. Die südafrikanische Mutation sei im Plettenberger Krankenhaus bisher noch nicht aufgetreten.

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