Bürgermeister verweist auf zahlreiche Waldwege: „Nutzen Sie diese Möglichkeiten“

Infektionsrisiko zu hoch: Stadt sperrt Waterkant

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Die Stadt hat die Waterkant über die Ostertage gesperrt, weil an sonnigen Tagen zu viele Menschen zu dicht beieinander sitzen.

Plettenberg – Die Stadt hat die Waterkant gesperrt. Mahnende Worte des Bürgermeisters würden manchmal nicht helfen, erklärt Ulrich Schulte in einer Pressemitteilung am Freitag. Er ruft dazu auf, an diesem sonnigen Osterwochenende die vielen Waldwege zu nutzen – um Abstand zu halten.

„In diesem Jahr ist alles anders“, sagt der Bürgermeister, der sich an Osterfeste im Schnee und auf der sonnigen Terrasse mit vielen Besuchen erinnert. Doch diese fielen nun aus oder seien nur eingeschränkt möglich, um die Menschen, mit denen wir uns verbunden fühlen, keinem Risiko auszusetzen.

Auch im kleineren Familienkreis gelte es, die Osterfeiertage so angenehm wie möglich zu gestalten und sinnvoll zu nutzen. Dieses Problem gebe es allerorten, auch in den Großstädten fehlten Beschäftigungsmöglichkeiten. Denn die zahlreichen gastronomischen Betriebe und die kulturellen Einrichtungen seien geschlossen. Doch hier zeigte sich der lebens- und liebenswerte Vorteil unserer Stadt: „Plettenberg hat fast 97 Quadratkilometer Fläche und ca. 65 Prozent davon sind Wald“, erklärt Schulte.

Dank jahrzehntelanger Forstwirtschaft seien diese Flächen von zahlreichen Wegen durchzogen. Der Bürgermeister appelliert: „Nutzen Sie diese Möglichkeiten.“ Die Bürger sollten sich auf diesen Flächen und Wegen verteilen. Wer mit Kinderwagen unterwegs sei, könnte dann die befestigten Wege nutzen. Hotspots wie Talsperren könnten Ausflüglern aus dem Ruhrgebiet überlassen werden. „Die sollten in dieser Zeit zwar eigentlich zuhause bleiben, aber die haben es halt dort nicht so schön wie wir.“

Wer im Wald unterwegs sei, solle daran denken, dass Brut- und Setzzeit ist. Das heißt: Auf den Wegen bleiben und die Hunde anleinen. Auch solle der Müll wieder mitgenommen werden. „In letzter Zeit beobachte ich vermehrt, dass Papiertücher am Wegesrand liegen.“ Das Robert-Koch-Institut empfehle zwar die einmalige Nutzung von Papiertaschentüchern. Das solle aber nicht bedeuten, dass diese nach Gebrauch an Ort und Stelle in die Landschaft geworfen werden können.

Dazu habe sich die Stadt dazu entschlossen, die Treppenstufen an der Waterkant abzusperren. „Die letzten sonnigen Tage haben gezeigt, dass dieser Ort zahlreiche Menschen anlockt, die dann auch nah beieinander sitzen.“ Dazu sei die Waterkant eigentlich auch gedacht, „aber in der jetzigen Situation ist damit das Infektionsrisiko zu hoch.“ Der Bürgermeister bittet um Verständnis für diese Maßnahme.

Neben denjenigen, die die Feiertage für Spaziergänge oder andere Aktivitäten nutzen könnten, gebe es auch die, die während dieser Zeit arbeiten müssen. Genau für diejenigen Menschen, die in der sogenannten kritischen Infrastruktur arbeiten und seit Wochen für uns alles geben, gebe es keinen Feiertag, erklärt Schulte. „Neben diesen helfenden Menschen sollten wir auch an die denken, die den Feiertag nicht nutzen können, weil sie erkrankt sind.“

Die Zahl der Infizierten sei in Plettenberg nun auf 13 Personen angestiegen. „Hoffen wir, dass sie diese Krankheit genauso wie die 7 wieder gesunden Personen überstehen werden.“

Schützenvereine hissen Vereinsflaggen

Als Dankeschön für alle helfenden Hände und als Zeichen der Hoffnung in Zeiten der Corona-Krise würden viele regionale Schützenvereine und deren Mitglieder über Ostern ihre Vereinsflaggen hissen. Die Stadt Plettenberg schließe sich dieser Aktion an und werde vor dem Rathaus die Stadtfahne aufziehen. Auch der Bürgermeister selbst beteilige sich an dieser Aktion im eigenen Garten und freue sich, wenn möglichst viele Menschen mitmachen. „Ob mit oder ohne Flagge zeigen, wünsche ich Ihnen und Ihren Familien ein schönes Osterfest“ , erklärt Schulte und schließt mit den Worten ab: „Bleiben Sie gesund!“

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