Aussagen aus Plettenberg

Trotz Impfstopp bei Astrazeneca: „Hier macht sich keiner Sorgen“

Corona-Impfungen Astrazeneca Familienzentrum Am Saley Plettenberg
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Tanja Lahn, Kita-Leiterin Claudia Stahlhacke, Andrea Hochmuth und Renate Simons (von links) freuten sich vor gut zwei Wochen über die Erstimpfungen des Personals im DRK-Familienzentrum Am Saley. Trotz des Astrazeneca-Stopps sind sie noch immer froh über die Impfungen.

Sie haben sich gefreut, waren alle bereit, sich impfen zu lassen und sprachen davon, dass es sich anfühle, als wäre es Weihnachten – und jetzt das. Die Astrazeneca-Impfungen wurden gestoppt. Was die mit Astrazeneca geimpften Erzieher des Familienzentrums Am Saley in Plettenberg dazu sagen.

Plettenberg - Ebenso wie viele andere frisch Geimpfte blickten die Erzieher des DRK-Familienzentrums Am Saley am Montagnachmittag auf die Nachrichten, in denen der vorübergehende Impfstopp mit dem Mittel von Astrazeneca verkündet wurde.

„Als die Meldung kam, haben wir uns sofort über unsere WhatsApp-Gruppe ausgetauscht“, berichtet Kita-Leiterin Claudia Stahlhacke, die ebenso wie das gesamte Team inklusive Reinigungskräfte, Hausmeister, Köchin, Hauswirtschafterin und Alltagshelferin vor rund zwei Wochen mit die Ersten in Plettenberg waren, die mit Astrazeneca geimpft worden ist.

Beunruhigung herrsche durch den plötzlichen Astrazeneca-Stopp nicht. „Es ist so, dass sich hier keiner Sorgen macht“, sagt Claudia Stahlhacke. Das Personal habe weiterhin großes Vertrauen in den Impfstoff. „Wir sind froh, dass wir geimpft sind“, unterstreicht die Leiterin. Schon unmittelbar nach der Impfung vor zwei Wochen hatte Claudia Stahlhacke ihre Freude mit den Worten „es ist wie Weihnachten“ zum Ausdruck gebracht. „Es ist wie eine Last, die von einem abfällt“, pflichtete ihr ihre Kollegin Andrea Hochmuth bei. „Man geht jetzt ganz anders hierhin.“

Bis letzten Samstag hatte es gedauert, bis alle Mitarbeiter im DRK-Familienzentrum geimpft waren – also gerade noch rechtzeitig vor dem Stopp an diesem Montag. Als sich nun einen Tag nach der Hiobsbotschaft das Süderländer Tageblatt in der Kita meldete, musste Claudia Stahlhacke etwas schmunzeln. „Sie wollen sicher fragen, ob wir noch leben, oder? Ja, wir leben noch“, lachte sie zu Beginn des Telefonats.

Zu ihrem Weihnachtsvergleich stehe sie trotz der neuesten Entwicklungen noch immer, „es ist immer noch wie Weihnachten“, sagt sie, „und ich und wir würden uns auch jederzeit wieder mit Astrazeneca impfen lassen.“ Und das, obwohl es bei allen Geimpften zu Nebenwirkungen gekommen sei. Bei vielen hätten sich Kopf- und Gliederschmerzen aber erst einen Tag nach der Impfung eingestellt.

Auffällig war nach Beobachtung von Claudia Stahlhacke, dass gerade bei den jüngeren Geimpften mehr Nebenwirkungen wie zum Beispiel Schüttelfrost oder Grippesymptome ausgebrochen seien. Die Älteren seien dagegen nur von geringeren Beschwerden betroffen gewesen.

Gedanken macht sich das Personal nun um die Zweitimpfung. Wie geht es weiter, wenn Astrazeneca vom Markt genommen werden sollte? Und was wird dann aus den Zweitimpfungs-Terminen, die in zehn Wochen vorgesehen waren? Noch haben Claudia Stahlhacke und ihre Mitarbeiterinnen dazu keine Auskunft und berufen sich auf die Nachrichten aus den Medien, in denen es heißt, dass zur Not ein Mittel eines anderen Herstellers für die Astrazeneca-Impflinge zur Verfügung gestellt werden soll. Womit auch immer: Hauptsache, man werde erneut geimpft.

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