Im Kampf gegen das Coronavirus

Startschuss für die Impfungen in Plettenberg ist gefallen

Coronavirus: Imfpung im Radprax-Seniorenzentrum Bracht gestartet
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Wilhelm Koch (sitzend) ist der erste Bewohner eines Plettenberger Pflegeheims, der gegen das Coronavirus geimpft wurde. Michael Beringhoff (links) vom MVZ Neuenrade setzte im Beisein von Heimleiterin Elke Reperich (hinten) die Spritze.

Um 13.15 Uhr an diesem Mittwoch war es soweit: Wilhelm Koch erhielt als erster Plettenberger im Radprax-Seniorenzentrum die Impfung gegen das Coronavirus.

Plettenberg - Michael Beringhoff vom Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) Neuenrade verabreichte Wilhelm Koch das von Biontech/Pfizer entwickelte Serum. Froh über den Start zeigte sich Elke Reperich als Heimleitung: „Wir haben alle darauf hingearbeitet, die Informationsbögen besprochen und die jeweilige Erlaubnis zur Impfung von den Verantwortlichen eingeholt. Rund 50 Bewohner und Betreute in der Tagespflege werden sich heute impfen lassen. Auch ich schließe mich selbstverständlich an“, sagte Elke Reperich am Mittwoch.

Bei ihren Pflegekräften sieht das – man muss fast sagen erwartungsgemäß – etwas anders aus: „Von unseren gesamt 50 Pflegekräften wollen sich heute nur 20 mitimpfen lassen.“

Michael Beringhoff, der durch Iris Schulte und Susanne Belecke (beide Medizinische Fachangestellte im MVZ Neuenrade) Unterstützung erhielt, hatte sich vor einer Woche selbst impfen lassen. Auf eventuelle persönliche Reaktionen auf den Impfstoff entgegnete er: „Bis auf eine lokale Reaktion hatte ich keine negativen Einflüsse gespürt. Eigentlich war es so wie bei irgendeiner anderen Schutzimpfung.“

Es war für das Team die erste Impfaktion. Ob und wo noch weitere für sie folgen, blieb offen. „Auf jeden Fall“, so schloss Beringhoff ab, „müssen wir heute Abend die gesamte Anzahl an erfolgten Impfungen noch an das Robert-Koch-Institut melden.“

Dass es in den nächsten Tagen mit den Impfungen los geht, darauf hoffen auch die Verantwortlichen des Radprax-Krankenhaus Plettenberg. Die Vorzeichen jedenfalls stehen ganz gut.

Falls Impfdosen aus dem Seniorenzentrum übrig bleiben, werden die Krankenhaus-Mitarbeiter mit der höchsten Priorität umgehend geimpft. Darüber hinaus ist der Ärztliche Direktor Dr. Andrzej Ploch optimistisch, dass – wie kreisweit zugesichert – ab kommender Woche Impfdosen geliefert werden.

Das Konzept für die Impfungen steht schon lange. Die Mitarbeiter sind dafür in verschiedene Prioritäten eingeteilt worden. Pflegekräfte und Ärzte, die in direktem Kontakt zu Corona-Patienten stehen, sind als erster an der Reihe. Zuletzt sollen Mitarbeiter der Krankenhaus-Verwaltung geimpft werden.

Corona-Lage im Radprax-Krankenhaus Plettenberg: Einschränkungen vorerst bis Freitag

Unabhängig von den Impfungen stellt sich die Situation im Plettenberger Krankenhaus momentan so dar, dass der Aufnahmestopp zumindest teilweise noch bis Freitag verlängert wird. Dr. Ploch spricht diesbezüglich von einer „eingeschränkten Aufnahme“. Das bedeutet: Intensivmedizinische Notfälle können aufgenommen werden, weil auf der Intensivstation noch Kapazitäten frei sind. Geplante Operationen werden durchgeführt. Ein Beinbruch wird dagegen beispielsweise vorerst weiterhin in einem der umliegenden Krankenhäuser behandelt werden müssen.

Der Grund für die weitere, teilweise Verlängerung des Aufnahmestopps ist laut Dr. Ploch der Personalmangel. Die infizierten Mitarbeiter – zuletzt waren es 23 an der Zahl – kehren nach und nach aus der Quarantäne zurück und können ihren Dienst wieder aufnehmen. Bis Freitag, so die Hoffnung, könnte das Personal wieder so gut aufgestellt sein, dass der Aufnahmestopp womöglich komplett aufgehoben wird.

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