Weitere Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert

Aufnahmestopp im Krankenhaus im MK wird verlängert

Coronavirus: Blick auf den Eingang der Isolationsstation im Radprax-Krankenhaus Plettenberg.
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Blick auf den Eingang der Isolationsstation im Radprax-Krankenhaus Plettenberg.

Noch immer hat sich die Lage im Plettenberger Radprax-Krankenhaus nicht entspannt. Zwar sinken die Zahlen auf der Isolationsstation, dafür sind nun 23 Mitarbeiter an Covid-19 erkrankt. Deshalb wird nun der Aufnahmestopp verlängert.

Plettenberg – Nachdem vor exakt einer Woche innerhalb kürzester Zeit viele neue Corona-Patienten aufgenommen werden mussten, die sich mutmaßlich über die Weihnachts- und Silvester-Feiertage infiziert haben, haben die Verantwortlichen einen Aufnahmestopp verhängt. Diese Maßnahme sorgte in den letzten Tagen dafür, dass die Auslastung im Krankenhaus reduziert werden konnte – sowohl auf den normalen Stationen, als auch auf der Isolierstation, auf der die Patientenzahlen von zwölf Infizierten und acht Verdachtsfällen vor einer Woche auf jetzt neun Infizierte und keinen Verdachtsfall gesunken sind.

Auch auf der Intensivstation verbessert sich die Situation. Trotz Aufnahmestopp können die Plettenberger hier derzeit zwei freie Betten neu belegen; die anderen sechs Intensiv-Betten sind weiterhin belegt.

Radprax-Krankenhaus Plettenberg: Jetzt 23 Mitarbeiter infiziert

Massiv gestiegen sind dafür die Zahlen der infizierten Krankenhaus-Mitarbeiter. Waren es vor einer Woche noch acht Betroffene, sind es jetzt 23. Verschiedenste Bereiche sind betroffen: Küche, Reinigungsdienst, Therapiezentrum und Pflegepersonal. Allen gehe es gut, viele hätten keine oder nur geringe Symptomen, sagt der Ärztliche Direktor, Dr. Andrzej Ploch.

Warum plötzlich so viele Mitarbeiter infiziert sind? Dr. Ploch und Pflegedienstdirektor Heiko Heseler vermuten, dass sich einige privat angesteckt haben könnten, denn im Krankenhaus trägt jeder Mitarbeiter eine FFP2-Maske und Handschuhe und nutzt die Desinfektion. „Am Sicherheitskonzept hat es nicht gelegen“, sagt Heseler und Dr. Ploch unterstreicht: „Durch all’ diese Schutzmaßnahmen konnte ja glücklicherweise verhindert werden, dass Patienten hier im Krankenhaus infiziert wurden.“ Eben jener Patientenschutz funktioniere weiterhin sehr gut.

Die hohen Infektionszahlen der Mitarbeiter haben aber laut Heseler und Dr. Ploch auch einen anderen Grund. Nach den ersten belegten Infektionen der Mitarbeiter sind alle Angestellten des Radprax-Krankenhauses Plettenberg – 400 an der Zahl – im Verlauf der letzten Woche durchgetestet worden. Dabei sind die weiteren Infizierten entdeckt worden. „Wer viel testet, findet auch mehr“, sagt Heiko Heseler.

Aufnahmestopp im Radprax-Krankenhaus Plettenberg soll bis Mittwoch andauern

Gut möglich also, dass die Zahl in den nächsten Tagen weiter steigt, denn in Absprache mit dem Gesundheitsamt werden alle Pflegekräfte, die auf den Stationen arbeiten, am Mittwoch, Freitag und Montag noch einmal getestet. Dafür kommen nun die ersten infizierten Mitarbeiter wieder aus der Quarantäne zurück, was die Krankenhaus-Verantwortlichen hoffen lässt, den Aufnahmestopp, der jetzt bis Mittwoch vorgesehen ist, nicht noch ein weiteres Mal verlängern zu müssen.

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