Coronavirus in Plettenberg

Großes Wiedersehen zum Muttertag: Besuche im Plettenberger Altenheim wieder möglich

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Inge Kniewel (rechts) wurde gestern von Tochter Bärbel Melik im Mehrzweckraum des Seniorenzentrums St. Josef besucht.

Plettenberg – Großes Wiedersehen nach fast zwei Monaten: Passend zum Muttertag durften am Sonntag jeweils 33 Bewohner des Altenzentrums St. Josef wieder von einer Person besucht werden. Die Freude war riesig.

„Die Termine für Sonntag waren ganz schnell weg“, berichtet Pflegedienstleiterin Corinna Flüs von einem Telefonmarathon in den letzten Tagen. Zusammen mit ihrer Stellvertreterin Stefanie Farus koordinierte sie gestern die Besuche. 33 sind pro Tag möglich, von 10 bis 18 Uhr. Alle müssen sich vorher anmelden und bekommen dann eine genaue Zeit zugeteilt. Alles wird genauestens protokolliert.

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 „Damit wir Infektionsketten nachvollziehen können“, sagt Flüs. Groß war die Freude zum Beispiel bei Bewohnerin Inge Kniewel, die ihre Tochter Bärbel Melik wiedersehen konnte. 45 Minuten hatten die beiden Zeit, und konnten sich im Mehrzweckraum der Einrichtung austauschen. Für die Besuche wurden auf den Wohnbereichen Räume hergerichtet. Alternativ sind Treffen auf den Zimmern möglich. Dann müssen die Besucher neben einer Mund-Nasen-Bedeckung einen Ganzkörperschutz tragen. 

Die Besuche von den Angehörigen der 115 Bewohner hätten auch den Mitarbeitern in den letzten Wochen gefehlt, erklärt Flüs, die froh ist, dass es in St. Josef bisher noch keinen Fall mit dem Coronavirus gegeben hat. „Wer auch nur leichte Symptome hat, wird sofort getestet“, erklärt sie. Mit Familie und Freunden blieben die Bewohner in letzter Zeit per Telefon in Kontakt. 

Auch gab es Treffen vor den Fenstern. Gut angenommen worden seien auch die neu angeschafften Tablets für Videotelefonate, sagt Flüs. Stand jetzt bleiben die Maßnahmen vorerst bis Freitag bestehen. Wie es dann weitergeht, ist noch unklar, erklärt Farus.

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