Welches Krankenhaus Besuche verbietet

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Pflegedienstleiter Heiko Heseler zeigt den Container hinter der Notfallambulanz, in dem ab Sonntag die Covid19-Schnelltests direkt vor Ort ausgewertet werden.

Nach dem starken Anstieg der Corona-Infizierten im Märkischen Kreis reagiert man jetzt auch im Plettenberger Radprax-Krankenhaus. Wie Dr. Andrzej Ploch als Corona-Chefkoordinator im Gespräch mit unserer Zeitung erklärte, wird als Folge der Entwicklung ab Montag, 26. Oktober, ein komplettes Besuchsverbot im Krankenhaus verfügt.

Plettenberg - „Wenn ein Patient im Sterben liegt oder andere Notfälle vorliegen, finden wir individuelle Lösungen, doch für alle anderen gilt dann das Besuchsverbot“, so Ploch. „Maßgeblich ist die Gesundheit unserer Patienten, der Bürger und der Mitarbeiter“, so Ploch. Damit das Ärzteteam im Krankenhaus in Zukunft bei Covid19-Verdachtsfällen schneller reagieren und testen kann, werden dem Krankenhaus in einem ersten Schritt 1 000 Schnelltests zur Verfügung gestellt.

 Diese Maßnahme erfolgt in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt des Märkischen Kreises. Die Tests sind für die Patienten und Mitarbeiter im Krankenhaus vorgesehen. „Wenn es Anhaltspunkte für eine Ansteckung mit dem Covid19-Erreger gibt, können wir ab Sonntag sofort reagieren“, sagte Ploch. Nach dem Test, der für manche unangenehm sein kann, weil Abstriche tief im Rachenraum und der Nase vorgenommen werden müssen, erfolgt die sofortige Auswertung des Schnelltests innerhalb von maximal 30 Minuten in einem eigenen Container, der sich direkt hinter der Notfallambulanz befindet. Der getestete Mitarbeiter oder Patient enthält somit noch vor Ort Bescheid über das jeweilige Testergebnis. Dr. Ploch verweist in dem Zusammenhang darauf, dass der Test kein Ersatz für den PCR-Test bei Reiserückkehrern ist.

 Zuletzt gab es im Krankenhaus nach seinen Angaben vier infizierte Patienten, die aber nach erfolgreicher Behandlung wieder entlassen werden konnten. In den vergangenen Tagen verzeichnete man auch im Plettenberger Krankenhaus einen deutlichen Anstieg der Verdachtsfälle und sieht sich mit den getroffenen Maßnahmen nun gut gerüstet und aufgestellt für die zweite Infektionswelle.

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