Auch Weihnachtsgottesdienste ein Thema

Neue Corona-Regeln in Plettenberg: Hier gilt ab sofort die Maskenpflicht unter freiem Himmel

Ein Schild, das auf die Maskenpflicht hinweist.
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Nicht ohne Maske: Das gilt nun auch in Teilen von Plettenberg unter freiem Himmel.

Seit Montag liegt die neue Corona-Schutzverordnung NRW für den Monat Dezember vor. Diese bringt auch für Plettenberg einige Neuerungen, die das Ordnungsamt nun am Mittwoch auf Anfrage der Heimatzeitung im Detail ausführen konnte. Ein Überblick.

Plettenberg - Wo viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen, soll eine Maskenpflicht herrschen – so lauten die Regelungen. Die Städte und Gemeinden mussten jetzt festlegen, welche Orte das sein könnten. Die Stadt Plettenberg hat sich hier für den Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) Grünestraße und den Schulbus-Wendeplatz neben dem Albert-Schweitzer-Gymnasium entschieden.

Hier gilt die Maskenpflicht am ZOB Grünestraße.

„In Relation zur Fläche kommt an beiden Orten eine hohe Personenzahl zusammen, die denkbar ungünstig ist“, erklärt Ordnungsamtsleiter Thorsten Spiegel. Gerade auch am Busbahnhof Grünestraße müsse man bedenken, dass eben nicht nur Menschen aufeinander treffen, die auf den Bus warten, sondern auch Fußgänger, die die dortigen Geschäfte nutzen. Hier und an den vor- und nachgelagerten Gehwegen soll ab sofort eine Maskenpflicht von montags bis freitags zwischen 7 und 18 Uhr für einen höheren Infektionsschutz in Zeiten der Corona-Pandemie sorgen. Am Buswendeplatz am ASG einschließlich der dortigen Wegeflächen und Wartebereiche gilt die Maskenpflicht ab sofort von montags bis freitags zwischen 7 und 16 Uhr. Erklärende Piktogramme sollen an beiden Örtlichkeiten kurzfristig angebracht werden.

Weitere Orte habe die Stadt für die Maskenpflicht unter freiem Himmel bewusst nicht ausgewählt, sagt Spiegel. Man sei da eher zurückhaltend gewesen und wollte die neuen Regelungen lieber „punktuell und moderat“ einsetzen. Warum? „Es muss sichergestellt bleiben, dass die Orte auch überwachbar sind“, erklärt Spiegel.

Hier gilt die Maskenpflicht in Böddinghausen.

Der Ordnungsamtsleiter erinnert gleichwohl daran, dass die Maskenpflicht unter freiem Himmel grundsätzlich durch die Corona-Schutzverordnung ausgeweitet worden ist. So muss eine Mund-Nasen-Bedeckung nunmehr zum Beispiel auch „im unmittelbaren Umfeld von Einzelhandelsgeschäften auf dem Grundstück des Geschäftes, auf den zu dem Geschäft gehörenden Parkplatzflächen und auf den Zuwegungen zu dem Geschäft“ getragen werden. Auch auf dem Wochenmarkt gilt das Tragen der Masken weiterhin wie bisher.

Neue Corona-Regeln für Plettenberg: die Weihnachtsgottesdienste

Ein großes Thema sind und bleiben die Gottesdienste und Messen der örtlichen Kirchengemeinden und Religionsgemeinschaften. Für sie hat Ordnungsamtsleiter Thorsten Spiegel verhältnismäßig gute Nachrichten: Da die Formulierungen in der Corona-Schutzverordnung nach Ansicht von Spiegel eher vorsichtig formuliert seien, einen Empfehlungscharakter hätten und damit Spielraum ließen, gehe die Tendenz dahin, Gottesdienste, Messen und ähnliches an Weihnachten mit Auflagen zu gestatten. Das, was vorher für öffentliche Veranstaltungen galt – 1,5 Meter Abstand zu Menschen aus anderen Haushalten, am Sitzplatz einen Mundschutz tragen und gründliches Lüften – solle auf die Gottesdienste übertragen werden. „Aus dieser Summe der Maßnahmen ergibt sich ein relativ guter Schutz“, sagt Spiegel, der darauf hinweist, dass auch das nur Empfehlungen sein werden.

Heißt: Wer ein gutes Konzept vorlegt, darf darauf hoffen, dass die Veranstaltung auch durchführbar ist. Und weil die Kirchengemeinden und Religionsgemeinschaften vor Ort längst aufwändige Pläne ausgearbeitet haben (wir berichteten), sieht es gut aus für die religiösen Weihnachtsfeierlichkeiten an Heiligabend. Der Ordnungsamtsleiter bestätigt diese gute Arbeit der Religionsvertreter: „Sie sind da sehr sensibel. Das ist sehr erfreulich.“

Neue Corona-Regeln für Plettenberg: Silvester

Was wird an Silvester möglich sein? Wo darf geknallt werden? Zu diesen Fragen werde man sich Gedanken machen, hatte Bürgermeister Ulrich Schulte schon auf Nachfrage unserer Zeitung unmittelbar nach der Bundespressekonferenz zu den neuen Regelungen letzte Woche Mittwoch erklärt. Auch jetzt gibt es dazu nichts Neues. „Wir werden das am 20. Dezember entscheiden, weil es dann eine neue Verordnung geben wird“, sagt Thorsten Spiegel. Zur Erinnerung: Die seit Montag geltende Verordnung läuft am 20. Dezember ab. „Bis dahin haben wir einen neuen Inzidenzwert und neue Infektionszahlen und vielleicht auch einen anderen Wortlaut für Silvester in der Verordnung“, sagt Spiegel. Deshalb sei es aus seiner Sicht „seriös, das auch erst dann zu bewerten“.

Wer alles noch einmal im Detail nachlesen möchte: Die öffentliche Bekanntmachung der Allgemeinverfügung mit den zugehörigen Lageplänen kann auch hier aufgerufen werden.

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