Nach Aufhebung der Reisewarnung

Lichtblick für die Reisebüros: Anfragen nach Mallorca-Reisen mehren sich

Für die Ferieninsel Mallorca wurde die Reisewarnung aufgehoben.
+
Für die Ferieninsel Mallorca wurde die Reisewarnung aufgehoben.

Die Sehnsucht nach Sonne, Strand und Meer ist bei vielen groß. Entsprechend freudig dürften Reisehungrigen die Nachricht von Freitag aufgenommen haben, dass die Reisewarnung für eines der beliebtesten Urlaubsziele der Deutschen aufgehoben worden ist.

Plettenberg - Mallorca kann seit Freitag wieder vergleichsweise unkompliziert bereist werden. Diese Entwicklung sorgt auch in den Plettenberger Reisebüros für Hoffnung.

Kurz nachdem Corinna Hüsken am Montagmorgen die Arbeit in ihrem Tui-Reisecenter im Wiedenpavillon aufnahm, hatte sie schon drei Mallorca-Anfragen auf dem Tisch. „Die Leute haben Nachholbedarf“, sagt sie mit Blick auf die Reiselust vieler Bürger, die zuletzt wegen Corona zurückgestellt werden musste. „Mallorca ist auf jeden Fall endlich ein Lichtblick“, sagt Corinna Hüsken. „Wir haben lange darauf gewartet.“

Überall in Deutschland sind die Nachfragen für Mallorca-Reisen massiv angestiegen, Flugkontingente wurden aufgestockt. „Die Nachfrage steigt“, bestätigt auch Martina Hoffmann vom Alltours-Reisebüro in Eiringhausen. Natürlich sei das ein Lichtblick für die ganze Branche, aber man dürfe dennoch die steigenden Inzidenzwerte auf Mallorca nicht außer Acht lassen, sagt die Reiseexpertin.

Bis jetzt sind die Inzidenzwerte auf Mallorca noch im Vergleich zu Deutschland niedrig. Am Freitag, als die Reisewarnung und damit der Corona-Test bei der Rückkehr aufgehoben worden ist, lag der Wert bei 21. „Hoffen wir mal, dass es so bleibt“, sagt Thorsten Schröder, Inhaber des Reiselandes am Lindengraben. Auch wenn die Bürger noch etwas verhalten seien, registriert auch er eine steigende Nachfrage nach Mallorca-Reisen. „Die Leute wollen einfach, sie haben Lust“, sagt Schröder, der froh und dankbar sei über jeden Kunden, der kommt.

Was ihm am Montag beim Blick ins Buchungsportal aufgefallen ist, sind die gestiegenen Preise für Mallorca-Reisen, was durchaus zu erwarten war, wenn die Nachfrage steigt. Schröders Mitbewerberin Corinna Hüsken empfiehlt deshalb auch, den Blick nicht nur auf Mallorca zu richten, sondern auch andere Reiseziele wie die Kanaren, die Dominikanische Republik oder auch die Malediven in Betracht zu ziehen. Denn weiterhin bieten die Reiseveranstalter kostenlose Stornierungsmöglichkeiten an, auf die auch Martina Hoffmann vom Alltours-Reisecenter verweist. Bis zu zwei Wochen vor der Reise könne der Urlaub kostenlos storniert werden. Und wer jetzt schon mit dieser Option buche, könne einen Preisanstieg umgehen, falls für das ausgewählte Reiseland demnächst auch die Reisewarnung aufgehoben werden sollte.

Ob diese Möglichkeiten letztlich den Osterurlaub retten werden, da sind sich die Reiseexperten aus Plettenberg nicht sicher. Zumindest für das Sommergeschäft sind die Prognosen der Plettenberger aber gut. Martina Hoffmann: „Wir blicken mit Hoffnung auf die Sommerferien.“

PCR-Test nötig

Eine coronabedingte Voraussetzung für eine Reise nach Mallorca ist trotz der aufgehobenen Reisewarnung ein negativer PCR-Test bei der Einreise auf die Insel. Einen solchen Labortest kann man weder im Supermarkt oder in der Drogerie kaufen, noch an den Teststationen am Aquamagis oder beim Roten Kreuz machen. Corinna Hüsken vom Tui-Reisecenter erklärt, dass viele ihrer Kunden einen PCR-Test zuletzt bei ihrem Hausarzt veranlassten, zum IFAM, Gevener Weg 38 in Neuenrade, oder zum Medizinischen Labor Wahl an der Paulmannshöher Straße in Lüdenscheid gefahren sind, um sich testen zu lassen. Auf das Testergebnis warte man in der Regel etwa einen Tag.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare