Verschlossener Weg zu Schließfach

Kunde steht in Commerzbank-Filiale im MK zwei Mal vor verschlossener Tür, obwohl geöffnet sein sollte

Die Tür zu den Geldautomaten der Commerzbank Plettenberg waren zwar geöffnet, nicht aber die Tür zum Bankschalter.
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Die Tür zu den Geldautomaten der Commerzbank Plettenberg waren zwar geöffnet, nicht aber die Tür zum Bankschalter.

Zwei Mal wollte ein Kunde der Commerzbank jetzt an sein Schließfach, aber beide Male war der Zugang während der eigentlich angegebenen Öffnungszeiten verschlossen. Woran es lag - und ob auch andere Commerzbank-Kunden mit Einschränkungen rechnen müssen.

Plettenberg - Thomas Nickel wollte gerne an sein Schließfach in der Commerzbank-Filiale in Plettenberg. Also vergewisserte er sich im Internet nach den Öffnungszeiten des Bankschalters, machte sich auf den Weg – und stand an einem Dienstagvormittag Mitte April vor verschlossener Tür.

Nun gut, auf einem Zettel war vermerkt, dass die Innenräume der Commerzbank mit den Büros und den Schließfächern wegen einer Betriebsratsversammlung geschlossen bleiben. Also versuchte es Thomas Nickel am Dienstag dieser Woche noch einmal. Wieder mit dem gleichen Ergebnis. Die Tür zum Hauptschalter war auch diesmal während der Öffnungszeit verschlossen.

Gerne hätte Thomas Nickel seinem Ärger gegenüber einem Commerzbank-Mitarbeiter am Telefon Luft gemacht, doch auch hier war niemand erreichbar. Unter der angegebenen Rufnummer (02391) 927-0 verwies ihn eine Computer-Stimme entweder sofort darauf, dass gerade kein Mitarbeiter das Gespräch persönlich entgegen nehmen könne oder aber die Computerstimme fragte Nickel über dessen Anliegen aus, um ihm danach zu sagen, dass kein Gespräch mit einem Mitarbeiter möglich sei. So oder so solle er es zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal versuchen.

Thomas Nickel hatte die Nase voll. Er wandte sich an die Redaktion des Süderländer Tageblatt. „Das ist doch kein Dauerzustand“, sagte er und forderte angesichts der Gebühren für das Schließfach und die nun neu eingeführte Kontoführungsgebühr bei der Commerzbank einen besseren Service.

Telefonisch war auch für die Redaktion unter der Rufnummer 927-0 kein Durchkommen, dafür aber bei der Pressestelle der Commerzbank in Frankfurt. Deren Ansprechpartner stellte wiederum den Kontakt zu Birgit Müller her, die als Sprecherin unter anderem für die Commerzbank-Filiale in Plettenberg zuständig ist.

Frau Müller, was ist und war da los in Plettenberg?

Nach Rücksprache mit der Filialleitung erklärte sie: „Richten Sie dem Kunden unsere herzliche Entschuldigung aus. Es ist einfach unglücklich gelaufen.“ Am ersten Dienstag, an dem es Thomas Nickel versucht habe, sei – wie auf dem Zettel vermerkt war – eine Betriebsratsversammlung der Grund für die kurzfristige Schließung des Bankschalters gewesen. Am Dienstag dieser Woche seien es erneut betriebliche Gründe gewesen. „Es ging leider nicht anders“, sagte Müller.

Müssen die Kunden nun also häufiger damit rechnen, dass der Bankschalter in Zukunft geschlossen bleibt? „Nein“, beteuert die Pressesprecherin. „Ab Mittwoch ist wieder ganz normal geöffnet.“ Weitere interne Termine, die eine kurzfristige Schließung des Schalters während der Öffnungszeiten erforderlich machen, seien für die nächste Zeit nicht in Sicht.

Und auch um die telefonische Erreichbarkeit wolle man sich nach dem Hinweis des Lesers und Kunden kümmern. „Da war offenbar eine Fehlleitung drin“, berichtet Birgit Müller. „Das muss noch mal überarbeitet werden.“

Alles in allem sind das gute Nachrichten für Thomas Nickel, der die versprochenen Verbesserungen begrüßt und nun darauf hofft, dass er nicht ein drittes Mal auf dem Weg zu seinem Schließfach vor verschlossener Tür stehen wird.

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