CDU-Fraktion besichtigt im Rahmen des Sommerprogramms „Schrauben Hessmer“

„Der Chef hat immer ein offenes Ohr für Probleme“

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Plettenberg - „Das Dach des Olympiastadions in München ist mit unseren Schrauben verbaut – es hält immer noch“, erklärte Betriebsleiter Frank Kornblum lachend, was bei den CDU-Mitgliedern für Staunen sorgte. „Wer hätte gedacht, was in diesen Hallen hier täglich so geleistet wird? Ich sicher nicht“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Heiko Hillert.

Der Einladung der Firma „Hessmer“ waren die Kommunalpolitiker am Montagabend gerne gefolgt. Sie alle waren überrascht, was alles hinter dem familiengeführten Unternehmen steckt: Sonderschrauben, Drehteile und Verbindungselemente werden hier tagtäglich hergestellt.

Die 42 Mitarbeiter arbeiten von morgens sechs Uhr bis nachmittags um 14 Uhr. „In der Regel wird aber meistens länger gemacht – leider ist das so, aber Überstunden werden alle ausbezahlt“, erklärte Betriebsleiter Kornblum. Hergestellt wird bei „Schrauben Hessmer“ auf Kundenwunsch – man sei in solch einem eher kleineren Betrieb äußerst flexibel und könne somit auf individuelle Wünsche eingehen. „Ob jemand bei uns drei oder mehrere tausend Schrauben bestellt – bei uns bekommt man alles“, so Kornblum.

 Auch Seniorchef Peter Hessmer mit Ehefrau Dorothea und sein Sohn Michael Hessmer mit Frau Yvonne begrüßten alle Anwesenden persönlich. Schnell wurde für die Gäste deutlich – hier arbeitet man Hand in Hand zusammen. Peter Hessmer ließ es sich auch nicht nehmen, den Rundgang durchs Unternehmen zu begleiten und immer wieder persönliche Anekdoten und Erklärungen hinzuzufügen. Besonderen Wert würden die Hessmers auf ihre Mitarbeiter und ihr Wohlergehen legen, wie Frank Kornblum während der Führung erklärte. „Wenn es mal irgendwo hakt oder ein Problem auftaucht – der Chef hat ein offenes Ohr für jeden, und dann wird gemeinsam nach einer Lösung gesucht“, erklärte der Betriebsleiter, während er die CDUler durch die hellen und freundlichen Sozialräume führte, in denen in der Regel gefrühstückt oder Pause gemacht würde. „In diesem Bereich überlegen wir, eventuell die Decke anzuheben, um uns noch ein wenig zu vergrößern“, sagte Frank Kornblum. 

Auf Nachfrage von Heiko Hillert, ob man darüber hinaus Expansionspläne habe, äußerte der Betriebsleiter: „Grundsätzlich gibt es immer wieder Überlegungen, uns zu erweitern. Zunächs wollen wir aber erst einmal versuchen, die bestehende Größe so gut wie es geht beizubehalten“, so Kornblum. Aktuell sei man sehr froh, höchst engagierte Mitarbeiter zu haben. In der heutigen Zeit sei das nicht mehr selbstverständlich. „Klar, bei uns gibt es auch hin und wieder junge Leute, die gehen zu einem anderen Unternehmen, weil sie stündlich einen Euro mehr bekommen und in mehrschichtigen Betrieben arbeiten können. Das ist dann eben so, das muss jeder für sich entscheiden“, erklärte Kornblum. Für ihn persönlich habe es viele Vorteile, in einem Ein-Schicht-Betrieb wie bei Hessmer tätig zu sein. „Ich kann nur sagen, dass unsere Mitarbeiter wirklich fair bezahlt und behandelt werden. Wir zahlen Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie alle Überstunden aus und bis jetzt sind alle Lohnerhöhungen, die von der IG Metall gefordert wurden, auch erfolgt“, so Kornblum. Die Firma Hessmer ist Unterm Grünen Berg ansässig.

 Im weiteren Gesprächsverlauf schlug Heiko Hillert eine Brücke zum Nachbar-Unternehmen Dura. Es sei „jammerschade“, was da aktuell in Sachen Kündigungen vor sich ginge und man hoffe nicht, dass die abgebrannte Fläche dort wirklich irgendwann einmal brachliegen würde. „Es muss irgendwie weiterlaufen“, hofft Kornblum wohl genau wie viele Plettenberger auf ein kleines Wunder. 

Auf die Frage, ob man eventuell Arbeitskräfte von Dura für sich gewinnen könne, äußerte der Betriebsleiter: „Das ist nicht so einfach. Wir sind hier sehr familiär und ich muss auch ganz ehrlich sagen, dass die Mischung hier im Team stimmen muss.“ Nach dem Rundgang lud die Geschäftsführung zu einem kleinen Imbiss in den Besprechungsraum der Firma, wo man sich in kleiner Runde austauschen konnte.

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