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 „Ohne Plan“: CDU-Antrag zur Neuplanung des Maiplatz-Umbaus

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Von: Christos Christogeros

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Der anvisierte Umbau des Maiplatzes soll nach dem Willen der Plettenberger CDU neu geplant werden. Den Christdemokraten laufe die Innenstadtsanierung zu schleppend, außerdem seien laut Aussage der CDU kaum noch Mittel für den Maiplatz vorhanden.
Der anvisierte Umbau des Maiplatzes soll nach dem Willen der Plettenberger CDU neu geplant werden. Den Christdemokraten laufe die Innenstadtsanierung zu schleppend, außerdem seien laut Aussage der CDU kaum noch Mittel für den Maiplatz vorhanden. © Opfermann, Johannes

Noch immer ist kein Ende der Innenstadtsanierung in Plettenberg in Sicht. Insbesondere die Arbeiten auf dem Maiplatz dürften sich, nach der Ankündigung der Verwaltung in der Ratssitzung vom 14. September, weiter verzögern. Auf der Internetseite der Stadt Plettenberg zur Innenstadtsanierung kommt der Maiplatz schon gar nicht mehr im Zeitplan vor. Die Plettenberger CDU sei „zunehmend frustriert, dass die Arbeiten sich so schleppend hinziehen“ – und stellt zur kommenden Ratssitzung den Antrag, die Neugestaltung des Maiplatzes neu zu planen, losgelöst von den Planungen des Büros BBZ.

Plettenberg - Denn die Arbeiten würden laut Torben Hamme (Ortsvorsitzender) und Patrick Hansmann (Fraktionsvorsitzender), die den CDU-Antrag unterzeichnen, „gefühlt ohne Plan vorangehen“. Derzeit sei die Plettenberger Innenstadt an vielen Stellen eine Baustelle. Es sei kein großer Bauabschnitt abgeschlossen, aber immer wieder mit neuen begonnen worden.

„Wir beantragen daher, die Verwaltung zu beauftragen, eine eigenständige Neuplanung des Maiplatzes vorzunehmen“, schreiben die Christdemokraten, die auch konkrete Vorschläge für die Umgestaltung machen.

Kein Geld mehr vorhanden für den Umbau des Maiplatzes in Plettenberg?

Doch nicht nur die laut CDU schleppend vorangehenden Arbeiten würden eine Neuplanung erforderlich machen. „In Gesprächen mit den verantwortlichen Mitarbeitern der Verwaltung wurde weitergehend ausgeführt, dass die finanziellen Mittel für die Innenstadtsanierung eigentlich schon erschöpft seien beziehungsweise neue Fördermittel abgerufen werden müssten“, schreiben Hansmann und Hamme. Für den Maiplatz stünden demnach nur noch geringe Mittel zur Verfügung.

Ob dem wirklich so ist, wollte die Redaktion nachprüfen. Allerdings hält man sich in dieser Sache im Rathaus bedeckt. In einer Antwort von Bauamtsleiter Sebastian Jülich heißt es nur, dass man Anträge oder sonstiges, die noch in Sitzungen des Rates oder der Ausschüsse beraten werden sollen, im Vorfeld nicht kommentieren möchte, um nicht auf die Meinungsbildung der Mitglieder der jeweiligen Gremien Einfluss zu nehmen.

Dass die Plettenberger Innenstadt derzeit wie eine große Baustelle wirkt, mag vor allem auch an den zahlreich aufgestellten Warnbaken liegen.

Die Vorschläge der CDU zur Umgestaltung des Maiplatzes

Pflaster: Die CDU wünscht sich eine Fortführung des Pflasters aus der Kaiserstraße. Dadurch würde unter anderem keine optische Abtrennung zur Fußgängerzone und kein abrupter Übergang zwischen Kaiserstraße, Maiplatz und Fußgängerzone entstehen. Außerdem sei dieses Pflaster günstiger.

Hochbeet: Das Hochbeet vor Sagui soll entfernt werden. Dadurch könnte die Eisdiele mehr Stühle und Tische aufstellen; es würde freier Blick vom Maiplatz in Richtung Christuskirche herrschen. Außerdem sollen mobile Blumenbeete als Abgrenzung zur Fahrbahn angeschafft werden.

Parkplätze: Geht es nach der CDU, sollten am Maiplatz mehr Parkplätze erhalten bleiben, als in den Planungen des Büros BBZ vorgesehen. Dabei sollte auch überprüft werden, ob die Parkplätze hinter der ehemaligen Post genutzt werden könnten.

Platz vor der ehemaligen Post: Hier sollte ein offener Platz geschaffen werden. Die Telefonzellen sollen verschwinden, Wasserspiele oder ein Fontänenfeld angelegt werden.

Bäume: Sollten bestehende Bäume gefällt werden, fordert die CDU eine Neupflanzung. Es sollte darauf geachtet werden, dass dabei nur Bäume gepflanzt werden, die parkende PKW weniger verschmutzen als die bestehenden. Ebenfalls sollte darauf geachtet werden, dass die Bäume Schatten an den neuen Bänken spenden, ohne den Blick in Richtung Christuskirche zu versperren. Außerdem soll die einspurige Befahrbarkeit des Maiplatzes erhalten werden.

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