„Unsäglicher Vergleich des getroffenen Bürgermeisters“

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Die  CDU-Fraktion - hier mit Fraktionschef Heiko Hillert (li.), dem Vorsitzenden Adrian Viteritti und Torben Hamme  - veröffentlichte eine Stellungnahmne zur Diskussion über die Bezüge des Bürgermeisters.

Plettenberg - Mit einer Stellungnahme meldet sich die Plettenberger CDU-Fraktion zu Wort. Sie kritisiert die Antwort von Bürgermeister Ulrich Schulte auf die Aussagen des CDU-Ortsvorsitzenden Adrian Viteritti im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Ortsunion:

Sehr verwundert und auch ein Stück weit irritiert hat die CDU-Fraktion die maßlose Entgegnung von Bürgermeister Ulrich Schulte zur CDU-Jahreshauptversammlung gelesen. Wir müssen vermuten, dass sich der Bürgermeister von bloßen Fakten, die dargestellt wurden, derart getroffen fühlt, dass er die Beherrschung verloren hat und Stil und guten Ton entgleiten ließ. 

Was ist wirklich in der CDU-Hauptversammlung gesagt worden? Ortsvorsitzender Adrian Viteritti zitierte aus einem ST-Interview, in dem Ulrich Schulte auf die Frage antwortete, welcher Fall einträte, wenn er nicht wiedergewählt würde [Anm. d. Red.: Die Antworten, die Bürgermeister Schulte im ST-Interview gab, wurden von ihm selbst  schriftlich formuliert und unverändert übernommen].

 Der Bürgermeister sagte, dann erhalte er eine „kleine Pension“. Dazu hat Adrian Viteritti aus den einschlägigen beamtenrechtlichen Vorschriften zitiert und dargelegt, dass die vom Bürgermeister verniedlichend als „klein“ dargestellte Pension bei 5 000 Euro liegt. Unser Vorsitzender hat sich dann gefragt, ob die Wertmaßstäbe des Amtsinhabers noch stimmen, denn welcher Rentner oder Pensionär verfügt (mit Mitte 50!) über eine ähnlich gute Altersversorgung? Adrian Viteritti hat sich weiter gefragt, ob es Ulrich Schulte wirklich nötig hat, in dieser Weise gegenüber den Bürgern auf die Tränendrüse zu drücken nach dem Motto: „Wenn ich nicht wiedergewählt werde, muss ich an einer kleinen Pension darben.“ 

Wenn der Bürgermeister die bloße Einordnung seiner eigenen Aussagen nicht erträgt, dann ist er offenbar ausgesprochen dünnhäutig – oder er stellt sich selbst unter Denkmalschutz. Und wie ist es zu verstehen, dass er unterstellt, der CDU-Bürgermeisterkandidat Patrick Hansmann sei zweitklassig? Einem äußerst aktiven Ratsmitglied, erfolgreich Berufstätigen, über Generationen alteingesessenen Plettenberger Bürger und Familienvater die Zweitklassigkeit zu attestieren, ist nicht nur unanständig und boshaft, sondern zeugt auch von einem seltsamen Selbstwertgefühl des Amtsinhabers, der sich damit in Trump’scher Art über jeden anderen Bewerber erhebt. Völlig daneben ist schließlich der Schluss der Schulte-Stellungnahme, in der der Bürgermeister die klare, distanzierte Haltung der Plettenberger CDU zur AfD in Misskredit zieht.

 Ausgerechnet am 75. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz meint der Bürgermeister, die Christlich-Demokratische Union und unseren Ortsvorsitzenden Adrian Viteritti mit der von der AfD ausgehenden Gehässigkeit und Hetze in Beziehung setzen zu müssen. Bei solcher traurigen Vermessenheit fehlen die Worte. Wir stellen fest, dass der Bürgermeister nicht nur schlecht, sondern gar nicht beraten war, als er „Facebook“ seine Gedanken anvertraute. Ihm sei zu mehr Gelassenheit und Taktgefühl geraten. Die CDU Plettenberg, ihre Fraktion und ihre Ratskandidaten sind jedenfalls sehr entschlossen, der Selbstüberhöhung des Bürgermeisters einen faktenbasierten, ausschließlich am Wohle der Stadt orientierten Wahlkampf entgegenzustellen.

 Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Plettenberg

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