Leben am Wasser: Wohnzimmer statt Rathaus-Hinterhof

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Jan Koopmann erläuterte am Ufer der Oester die Pläne für die Plätze am Wasser.

Plettenberg – Bei sonnigem Wetter luden die Plettenberger Christdemokraten am Montag zu einer Ortsbesichtigung ein, bei der sich alles um das Leben am Wasser drehte. CDU-Ratsherr Peter Krieger freute sich gemeinsam mit dem Planungsausschussvorsitzenden Klaus Ising über das rege Interesse der Bevölkerung.

„Die Gewässer, die die Stadt Plettenberg zu dem gemacht haben, was sie ist, sollen sichtbarer werden“, gab Krieger das Ziel vor. Jan Koopmann vom Planungsamt stellte die vom Planungsbüro DTP erstellte Machbarkeitsstudie für das Projekt „Räume am Wasser“ vor, die aus drei Bausteinen besteht.

 Zum einen ist dabei an konkrete bauliche Elemente gedacht, bei denen beispielsweise das Ufer an der Oester im Bereich hinter dem Rathaus zu einer Rathauspromenade werden könnte. Mit zusätzlichen Steinen und einer Trassierung könnte im Bereich zwischen Siegessäule und dem Rathaus laut Koopmann ein Bereich wie an der Waterkant geschaffen werden. 

Hier könnte am Bachufer die Rathauspromenade entstehen.

Ein weiterer Baustein seien dauerhafte Inszenierungen einzelner Ort durch Licht oder wiederkehrende Elemente. Lichtspiele seien beispielsweise an der Oester-Unterführung am alten Postgebäude am Maiplatz möglich. Dort, wo früher die Dunkelsche Mühle stand, könnte sich Günter Heerich auch ein stilisiertes Wasserrad vorstellen. Weitere Arten der Inszenierung könnten laut Koopmann beispielsweise bestimmte Findlinge im Bachbett sein, die mit Goldfarbe bearbeitet werden. Der dritte Baustein des Konzeptes sieht Veranstaltungen am Wasser vor – sei es ein Plastikentenrennen oder Yoga am Elsestrand.

 Da es sich bei dem Konzept bislang nur um eine Machbarkeitsstudie handelt, will die Stadtverwaltung laut Planungsamtsleiter Hartmut Engelkemeier prüfen lassen, welche Maßnahmen die Untere Wasserbehörde des Märkischen Kreises genehmigen würde. Dann müsse ein Planungsauftrag erteilt werden, der dann auch Aufschluss über die Kosten bringe. 

Mit Blick auf die eigentlich im nächsten Jahr geplante Wieden-Sanierung müsse zudem eine klare Trennlinie zwischen dem zu bearbeitenden Uferbereich und der Wieden-Neugestaltung gezogen werden, da beides unterschiedliche Förderprojekte seien. „Die neuen Mauern am Wieden-Ufer abzureißen wäre irrsinnig. Aber man könnte dennoch aus dem Hinterhof des Rathauses ein schönes Wohnzimmer machen“, fand Günter Heerich. 

Mit einer Realisierung einzelner Maßnahmen rechnet Engelkemeier angesichts der noch ausstehenden Förderanträge nicht vor 2021. Neben der Rathauspromenade sind laut der Machbarkeitsstudie auch ein Else-Strand am Radweg, eine schönere Stadtkante am Wall sowie ein grünes Klassenzimmer und gleichzeitig ein Ort für Kinder und Familien im heutigen Schulgarten der Martin-Luther-Schule möglich. Allerdings müssen hier noch Gespräche mit der Schulleitung geführt werden. Auch im Bereich der Sparkasse am Umlauf, speziell auf dem hinteren Parkplatz, könnte man sich eine Neugestaltung zu einem Aufenthaltsort vorstellen, da dort Else und Oester zusammenfließen. „Am Abend glitzert die Sonne ganz malerisch auf dem Wasser der beiden zusammen fließenden Bäche“, fand Koopmann, für den die Fläche ein schönes Potenzial biete.

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