Nach der Wahl des neuen CDU-Bundesvorsitzenden

Das sagt die CDU-Führung aus Plettenberg zur Wahl von Armin Laschet

Der Plettenberger CDU-Vorsitzende Adrian Viteritti mit Armin Laschet beim 70. Geburtstag der CDU Plettenberg.
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Der Plettenberger CDU-Vorsitzende Adrian Viteritti mit Armin Laschet beim 70. Geburtstag der CDU Plettenberg.

Es ist also Armin Laschet geworden. Der neugewählte CDU-Bundesvorsitzende soll die Union in die Zukunft führen. Das sagen die heimischen CDU-Verantwortlichen zu dieser Entscheidung.

Plettenberg - Ist Laschet angesichts der anderen Kandidaten Friedrich Merz und Norbert Röttgen der richtige Mann für diese Aufgabe?

Der Balver Marco Voge, Landrat des Märkischen Kreises, meint: Ja. Er war einer der Delegierten, die am Samstag abstimmen durften. Er zeigt sich nachhaltig beeindruckt von dem Verlauf des digitalen Parteitages. Haupt-Organisator Paul Ziemiak spricht er ein großes Lob aus.

Dass sich Armin Laschet durchsetzen konnte, sieht Voge rundum positiv. „Jeden mitnehmen und auf die Menschen zugehen – das ist das, war Armin Laschet wirklich kann. Und das brauchen wir unbedingt.“ Die CDU müsse jetzt unter allen Umständen zusammenstehen: „Die Menschen wollen Lösungen und keine internen Parteistreitigkeiten. Und dafür sind die Parteien schließlich auch da.“

Auch die CDU-Führung in Plettenberg ist mit der Wahl zufrieden. Adrian Viteritti (CDU-Vorsitzender Plettenberg) sagt: „Mit großer Spannung habe ich die Wahl des neuen Vorsitzenden verfolgt. Das nun vorliegende Ergebnis deckt sich mit meiner Vermutung, da ich davon ausgegangen bin, dass es zwischen Armin Laschet und Friedrich Merz zu einer Stichwahl kommt.“ Von allen drei Reden habe ihn die Rede von Armin Laschet am meisten überzeugt, „da diese sehr persönlich war und er die Delegierten sowie die Zuschauer mitgenommen hat und nicht versucht hat, unter allen Umständen zu überzeugen“. Die Rede von Friedrich Merz sei eine Kontrastrede zu Armin Laschets gewesen, da Merz den Zuhörer nicht mitgenommen habe, sondern mit seiner staatsmännischen Art Punkten wollte. „Sein Stil war fordernd und bestimmend, was vermutlich jedoch eher abgeschreckt hat. Nach dem Bundesparteitag 2018 konnte Friedrich Merz mich auch dieses Mal leider nicht mit seiner Rede überzeugen“, sagte Viteritti. Norbert Röttgen wirkte auf ihn aufgrund seiner Gestik und Mimik zu „unsicher und bittend“.

Das relativ knappe Ergebnis der Stichwahl mit 521 Stimmen für Armin Laschet zu 466 Stimmen für Friedrich Merz zeige jedoch auch, dass eine große Aufgabe auf den neuen Parteivorsitzenden zukomme. „Er muss es schaffen, die CDU zusammenzuführen und als einzig verbliebene Volkspartei in die Bundestagswahl zu führen. Armin Laschet mit seiner Integrationskraft kann diese Rolle ausfüllen. Jetzt kommt es darauf an, den Menschen ein Angebot zu machen, auf diese zuzugehen und ihnen Antworten auf die Fragen der Zukunft zu geben“, sagt Viteritti.

Patrick Hansmann (CDU-Fraktionsvorsitzender Plettenberg) sagt zu den Ergebnissen: „Ich freue mich über die Wahl von Armin Laschet. Nun heißt es für ihn, die CDU wählbar zu halten, aber gleichzeitig auch zwischen den Strömungen innerhalb der Partei zu vermitteln. Er muss der Partei eine einheitliche Richtung geben und ihr Profil erhalten.“

Alle Kandidaten hätten ihre Vor- und Nachteile gehabt. Ein Friedrich Merz zum Beispiel polarisiere mit seinen Aussagen, setze damit aber auch einen politischen Diskurs in Gang, „der in unserem Demokratieverständnis durchaus hilfreich und auch wichtig ist“. „Wenn wir diese Art künftig ein wenig mehr vertreten, können wir es schaffen, gerade diesen Diskurs nicht den politischen Rändern zu überlassen“, sagt Hansmann. Gleichwohl polarisierten Merz’ Denkansätze und Aussagen sehr stark.

In der heutigen Zeit gehe es aber in vielen Bereichen nur mit einer einheitlichen Ausrichtung und der Bereitschaft zu Kompromissen. „Diese Eigenschaft sehe ich bei Armin Laschet. Er geht, meiner Ansicht nach, mit seiner ruhigen Art an die Dinge heran, ist offen für Gespräche. Bei ihm sehe ich die Bereitschaft zu Kompromissen, aber auch die generelle Bereitschaft, an der Ausrichtung der CDU zu arbeiten“, sagt Hansmann. „Ich stimme der Aussage von Armin Laschet zu, das der Parteivorsitz keine One-Man-Show ist, es gilt mit einem gut aufgestellten Team die Probleme anzugehen und zu lösen.“

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