Was eine papierlose Ratsarbeit an Geld einsparen soll

+
Für den 1. stellvertretenden Bürgermeister Adrian Viteritti (CDU) und den 2. stellvertretenden Bürgermeister Wolfgang Rothstein (SPD) gab es Blumen nach der Wahl, die mit 35 Ja-Stimmen bei zwei Enthaltungen ohne Gegenstimme ausfiel.

 Viele neue Gesichter sah man am bei der konstituierenden Sitzung des Plettenberger Stadtrates. Das betonte auch der Altersvorsitzende Klaus Ising, der vor der Amtseinführung des alten und neuen Bürgermeisters Ulrich Schulte die Begrüßung in der Schützenhalle übernahm

Plettenberg - „Ein Fünftel des Rates besteht aus neuen Mitgliedern“, sagte der CDU-Ratsherr mit Blick auf die komplett neue Grünen-Ratsfraktion und diverse andere Neulinge in den Reihen. Neu ist auch der 2. stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Rothstein (SPD), der gemeinsam mit dem 1. Stellvertreter Adrian Viteritti in geheimer Wahl mit 35 Ja-Stimmen bei zwei Enthaltungen bestätigt wurde. Er wird damit nach 16 Jahren Nachfolger von Martina Reinhold, die zukünftig den neuen SPD-Fraktionschef Stefan Langenbach als erfahrene Ratsfrau und Stellvertreterin unterstützen will. 

Um Unterstützung bei der digitalen Ratsarbeit warb auch FDP-Fraktionschef Carsten Hellwig. „Wir haben gerade die Chance, jedes Jahr 15 000 Euro einzusparen“. Bei einer papierlosen Ratsarbeit könnten weitere 30 000 Euro eingespart werden, wenn dann Ende 2021 keine neue Druckanlage gekauft werden müsse, so Carsten Hellwig. „Es gibt noch elf Kollegen, die gerne alles in Druckform haben möchten“, sagte der FDP-Fraktionschef und verwies in dem Zusammenhang auf die geplanten Mittel für die Schul-Digitalisierung. „Lassen Sie uns ein moderner Rat sein“, appellierte Hellwig an die Ratsmitglieder und verkündete, selbst auf seinen 250 Euro-Anteil für ein mobiles Endgerät zu verzichten.

 Patrick Hansmann (CDU) stieß ins gleiche Horn. „Wir brauchen die digitale Ratsarbeit. Die elf Ratsmitglieder werden rauswachsen“, prognostizierte der CDU-Ratsherr. Bürgermeister Ulrich Schulte riet den „Papierfreunden“ abschließend, sich in der städtischen IT-Abteilung beraten zu lassen mit Blick auf das passende Endgerät. Er bot auch an, entsprechende Geräte zum Testen auszuleihen. Da man die einzelnen Plätze nicht alle mit Strom versorgen könne, bat er die Ratsmitglieder, sich selbst Powerbanks, also mobile Stromspeicher, zu besorgen. Die Stadt halte selbst auch Powerbanks bereit, doch die seien nur für den Notfall gedacht. Da alle Ratsmitglieder die Einführung der digitalen Ratsarbeit zur Kenntnis genommen haben, wird diese nun umgesetzt – allerdings vorerst mit Ausnahme der elf besagten Ratsmitglieder.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare