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Gegen Kälte und Dunkelheit: 84 Generatoren für die Ukraine

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Stromgeneratoren auf dem Weg in die Ukraine
74 Stromgeneratoren wurden mit der Hilfe Freiwilliger verladen und befinden sich auf dem Weg in die Ukraine. Weitere zehn wurden bereits zwei Tage zuvor auf die Reise geschickt. © König

Keine Heizung. Kein Licht. Kein Herd zum Kochen. Die systematische Zerstörung der Ukraine und die Auswirkungen auf die Energieinfrastruktur machen sich besonders jetzt im Winter bemerkbar, wenn es nicht nur früh dunkel, sondern auch kalt wird. Um einen kleinen Beitrag zu leisten und die Menschen vor Ort zu unterstützen, sammelte die gemeinnützige Organisation Bus-Brücke in Plettenberg vor Weihnachten Spenden, um über Kontakte kleine Stromgeneratoren zu kaufen.

Plettenberg – Insgesamt 84 Stück konnten jetzt in die Ukraine gebracht werden. Die ersten zehn wurden bereits am Dienstag nach Weihnachten angeliefert und noch am selben Tag über ukrainische Freunde des Werdohlers Jan Schoene (Team der Bus-Brücke) in die Ukraine gebracht. Weitere 74 Geräte wurden zwei Tage später verladen und ebenfalls sofort auf die Reise geschickt.

Die Generatoren werden zuerst in die Stadt Bachmut gebracht und von dort aus gezielt zu Zivilisten mit Kindern in ländliche Regionen. „Hierbei haben wir Unterstützung von Paul Klassen. Er ist Inhaber des Fahrzeugveredlers Klassen Automobile GmbH und seit Kriegsbeginn in der Ukrainehilfe aktiv. Darüber haben wir uns auch kennengelernt“, erklärt Florian König, Initiator der Bus-Brücke.

Paul Klassen ist gebürtiger Russe und in der Ukraine sehr gut vernetzt. Er hat dem Team der Bus-Brücke für die Überfahrt der Generatoren Fahrzeuge und Fahrer zur Verfügung gestellt. Die Firma Allenstein Präzisions- & Metalltechnik GmbH sowie der CA Großhandel GbR unterstützten die gemeinnützige Initiative zudem bei der vorherigen Beschaffung und Einlagerung der Stromaggregate.

Bus-Brücke lieferte Stromgeneratoren in die Ukraine.
84 Stromgeneratoren lieferte jetzt die Bus-Brücke mit Unterstützung heimischer Unternehmen in die Ukraine. © König

„Wir bedanken uns bei den Firmen und bei den Spendern für ihre Unterstützung und freuen uns über die große Beteiligung. Nur durch ihre Hilfe ist es möglich, den Menschen in der Ukraine zu helfen“, sagt Albrecht Brodhun von der Bus-Brücke.

Und es gebe noch weitere gute Neuigkeiten: „Es hat sich kurzfristig die Möglichkeit ergeben, noch zusätzliche Notstromaggregate zu bekommen. Daher hoffen wir auch weiterhin auf Spenden. Es gilt nach wie vor: Je mehr Menschen die Bus-Brücke unterstützen, desto mehr Geräte können wir kaufen und auch im neuen Jahr auf die Reise bringen“, sagt Florian König.

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