Stadt Plettenberg soll Standorte für Fast-Food-Anbieter nennen

Pech gehabt: "Hans im Glück" kommt nicht, aber was sagt Burger King?

+
Die Burger-Kette Hans im Glück expandiert derzeit nur in Städten ab 70 000 Einwohnern.

Plettenberg – Wer an Fast Food denkt, dem fallen zumeist Namen wie McDonalds, Burger King oder Subway ein. Doch seit einigen Jahren mischt auch die Burgerkette „Hans im Glück“ im Konzert der Fast-Food-Ketten mit. Und genau die fragte der Plettenberger Bürgermeister Ulrich Schulte wegen einer möglichen Ansiedlung.

Passend dazu stellte die FDP-Fraktion in der letzten Ratssitzung den Antrag, die Ansiedlung von Fast-Food-Restaurants in Plettenberg zu prüfen.

Die Hoffnung, dass es die Edel-Burger von Hans im Glück in einem schick designten Laden mit Birkenholzstämmen bald auch am Maiplatz oder sonst wo in der Innenstadt gibt, musste der Bürgermeister aber zunichte machen. 

Immerhin habe die Kette überhaupt auf eine Anfrage geantwortet. „Aber Hans im Glück hat uns abgesagt“, bedauerte Schulte, der im Vorfeld der Modepark-Ansiedlung eine entsprechende Anfrage gestellt hatte. Die Kette siedele sich nicht in Städten unter 70.000 Einwohnern an. 

Er selbst werde bei Terminen mit jüngeren Plettenbergern immer wieder auf Fast-Food-Ketten angesprochen. „Der Name Mc Donalds fällt immer wieder“, sagte Schulte. 

Passendes Grundstück wäre wünschenswert

Das bestätigte auch FDP-Fraktionschef Carsten Hellwig, dessen Partei den Antrag gestellt hatte. „Es sollte ein vielfältiges Angebot in Plettenberg geben. Und eine Belebung der Stadt dürfte in aller Sinne sein.“ 

CDU-Ratsherr Adrian Viteritti gab zu verstehen, dass aus seiner Sicht nichts gegen den Antrag der FDP spreche. Es sei aber sinnvoll, dass die Stadt den möglichen Interessenten dann auch gleich ein passendes Grundstück anbieten könne. Bürgermeister Ulrich Schulte versprach dies zu prüfen. „Erfolg versprechen kann ich nicht, aber Versuch macht klug.“

Zum Einwand des parteilosen Ratsherren Diethardt Küppers, der „Fast Food als „das Ungesündeste überhaupt“ bezeichnete und der auch vegane Alternativen ins Spiel brachte, sagte Schulte: „Ich wäre ja froh, wenn wir am Ende so viel Auswahl hätten, dass wir auch zwischen veganen Anbietern wählen könnten.“ Ungeachtet dessen sei ihm bewusst, dass ein Fast-Food-Anbieter immer auch das Müll-Problem in der Stadt verstärke.

Unsere Fragen - und die Antworten von Burger Kind

Im Zuge der Berichterstattung über Fast-Food-Restaurants in Plettenberg rief die Heimatzeitung in der Burger King-Zentrale an. Eine Durchwahl zur Pressestelle gab es nicht, nur eine Mailadresse. An die schickte unsere Redaktion diese Fragen: 

  • Gibt es Mindestgrößen für eine Stadt? Oder konkret gefragt: Werden Ansiedlungen in Städten mit 25.000 Einwohnern überhaupt geprüft?
  • Wie wichtig sind Faktoren wie Wirtschaftskraft, Arbeitslosenquote und  an wen müssten sich Städte wenden?

Gut einen Tag später kam diese Antwort der Pressestelle:

Öffnen sich irgendwann einmal die Türen einer Plettenberger Filiale von "Burger King"?

„Das Burger King System gehört zu den Quick-Service-Restaurants mit einem großen Wachstumspotential in Deutschland. Es ist geplant, die Expansion der Marke Burger King auch in den kommenden Jahren weiter voranzutreiben. Aufgrund dieser langfristigen Expansionsstrategie ist Burger King stets auf der Suche nach neuen und attraktiven Standorten. 

Mögliche Investitionsstandorte werden bei Burger King immer einer genauen Prüfung unterzogen. Hierbei liegt der Fokus auf Standorten, die die Präsenz des Unternehmens weiter steigern, eine wirtschaftlich starke Lage aufweisen und den Kriterien von Burger King entsprechen – sowohl in der Peripherie als auch in den Innenstädten. 

Bei der Entscheidungsfindung können mögliche Faktoren wie beispielsweise die Größe des Einzugsgebietes sowie Verkehrsanbindungsmöglichkeiten eine Rolle spielen. Städte, die sich für die Ansiedlung eines Burger King Restaurants interessieren, können mit der Expansionsabteilung von Burger King Deutschland Kontakt aufnehmen."

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare