Nach CDU-Mitgliederversammlung und "Ruhegehalt des Bürgermeisters"

Wahlkampf nimmt Fahrt auf: Das sagt der Bürgermeister zum Viteritti-Vorwurf

Der Bürgermeisterwahlkampf nimmt Fahrt auf, auch wenn Adrian Viteritti (CDU/ links) gar nicht der Herausforderer von Ulrich Schulte (parteilos) ist.
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Der Bürgermeisterwahlkampf nimmt Fahrt auf, auch wenn Adrian Viteritti (CDU/ links) gar nicht der Herausforderer von Ulrich Schulte (parteilos) ist.

Plettenberg - Die ST-Berichterstattung über die Plettenberger CDU-Mitgliederversammlung hat hohe Wellen geschlagen. So entbrannte nach der Veröffentlichung über Adrian Viterittis Kritik in Sachen "Ruhegehalt des Bürgermeisters" eine hitzige Debatte. Der Wahlkampf ist voll eröffnet, auch wenn Herausforderer Patrick Hansmann damit eigentlich gar nichts zu tun hat.

Klaus Salscheider (PWG), der mit seiner Partei  Bürgermeister Ulrich Schulte unterstützt,  fand die "offenen Worte" des CDU-Vorsitzenden unpassend. 

"Ob das klare Worte waren, bleibt für mich offen! Es waren nach meiner Ansicht keine guten Worte, eher ein sehr schlechter Stil und unangebracht. Schade so geht kein fairer Wahlkampf!"

Adrian Viteritti (CDU), der aus familiären Gründen auf eine Bürgermeisterkandidatur verzichtete, antwortete Salscheider darauf wie folgt: "Also ist es richtig, wenn solche Unwahrheiten nicht richtig gestellt werden? Oder bist du ebenfalls der Meinung, dass mehr als 5000 Euro monatlich eine kleine Pension/ Ruhegehalt sind?

Kein fairer Wahlkampf und schlechter Stil ist es doch, den Wählern vermitteln zu wollen, dass wenn man nicht wiedergewählt wird, man von einer kleinen Pension leben muss. Ich denke, dass dann auch jeder diese Richtigstellung kennen sollte. Vielleicht sehe ich das falsch, aber ich würde mit über 5000 Euro monatlich sehr gut klar kommen. Aber vielleicht sieht das ja jemand hier anders.“

Ganz anders sieht das Bürgermeister Ulrich Schulte, der seine Stellungnahme nicht unter dem ST-Artikel veröffentlichte, sondern auf seiner eigenen Facebook-Seite. Hier die Stellungnahme im Wortlaut:

"Aus dem Verhalten des Ortsvorsitzenden der CDU werde ich nicht schlau. Erst degradiert er seinen Fraktionskollegen Hansmann zum Kandidaten zweiter Klasse, indem er sich eine Woche vor dessen Ernennung öffentlich zurückzieht und den Weg für ihn frei macht. Dann winkt er mit dem Zaunpfahl, wie teuer meine Abwahl für die Plettenberger werden könnte. Unterstützung des eigenen Kandidaten sieht eigentlich anders aus.

Beim Besuch der ST-Redaktion vor Weihnachten wurde mir die Frage gestellt, wie es mit mir weitergeht, wenn ich nicht wiedergewählt werde. Darauf habe ich wahrheitsgemäß eine Antwort gegeben. Tenor des Interviews war: Ich wäre bei der Stadt raus, aber ich bin abgesichert und kann auch woanders arbeiten. Jammern sieht anders aus. Aus diesem Grunde gab es auch wochenlang keine Reaktion auf dieses Interview.

Bei der Versammlung der CDU dann der Vorwurf, ich wolle mit dem Hinweis auf eine kleine Pension Wählerstimmen über Mitleid für meine bedauernswerte Situation erlangen. Das ist Unsinn. Hätte ich damals gesagt, dass mir über 5.000 Euro Pension brutto zustehen, würde die CDU heute vermutlich argumentieren, ich wolle Wählerstimmen damit erlangen, dass ich aufzeige, wie teuer meine Pension für die Stadt wird, wenn ich nicht wiedergewählt werde.

Herr Viteritti führt in seiner Rede auch aus, dass es die AfD nur interessiert, mit welchen Themen man gegen andere Menschen hetzen und unsere Gesellschaft spalten kann. Treffend formuliert. Ich empfehle ihm dazu auch den Blick in den Spiegel."

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