Bürgermeister Schulte antwortet auf eine von 13 Fragen zum Thema Feuerwehr...

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Die Löschgruppe Holthausen bei einer Übung vor dem sanierungsbedürftigen Gerätehaus.

Plettenberg – Vordergründig ist es  ruhig geworden um die Löschgruppe Holthausen und den Streit mit der Feuerwehrführung in Plettenberg.

Nachdem Bürgermeister Ulrich Schulte die verbliebenen Einsatzkräften über ein Disziplinarverfahren informierte, wurde der auferlegte „Burgfrieden“ durch eine sehr ausführliche Stellungnahme des stellvertretenden Wehrleiters Markus Hüsken gewissermaßen unterbrochen.

Da der Redaktion in der Zwischenzeit diverse Mails und zum Teil vertrauliche Dokumente zugespielt wurden, die auf einen „Maulwurf“ im engeren Kreis der Verwaltungsspitze bzw. der Ratsfraktionen hindeuten, verfasste die Redaktion einen Katalog mit insgesamt 13 Fragen, die sich um die von Bürgermeister Ulrich Schulte in den vorliegenden Mails getroffenen Aussagen zur Löschgruppe Holthausen und das gesamte Krisenmanagement drehten. 

Die Löschgruppe Holthausen bei der Bürgerversammlung Ende März.

Auch Fragen zur geplanten Ombudsstelle waren enthalten, die in der letzten Ratssitzung auf Nachfrage einer Bürgerin beantwortet wurden. Demnach dauert es noch rund zwei Monate, bis über die Einrichtung einer solchen Stelle entschieden wird.
 Blickt man auf das Organigramm der Feuerwehr-Homepage, ist die Wehrführung in Holthausen derzeit unbesetzt.
In seiner Antwort zu dem Ende April verschickten Fragenkatalog äußerte sich Bürgermeister Ulrich Schulte nach seinem Osterurlaub nun wie folgt: „Anbei meine Stellungnahme. Sie bezieht sich nur auf Frage 12, weil diese sich an Sachthemen orientiert. Zu allen anderen Fragen kann ich wegen der anstehenden Disziplinarverfahren keine Stellung nehmen. Bis zum Abschluss der Verfahren wird es auch in Zukunft keine Informationen geben. Dies ist anwaltlich explizit so empfohlen worden. Ich bitte dafür um Verständnis.“
 Nachfolgend seine Stellungnahme zu Frage 12:
  Die LG Holthausen ist personell ausgedünnt. Bleibt es dennoch bei den Etatplanungen, mit einem millionenschweren Neubau des Gerätehauses und des Löschfahrzeuges für über 300 000 Euro oder wird das neu bewertet?“ 

Unabhängig von aktuellen und vielleicht auch zukünftigen personellen Entwicklungen bei der Löschgruppe Holthausen ist von Seiten der Stadt nicht vorgesehen, den dortigen Standort aufzugeben. Daher laufen die Planungen für den Umbau und die Sanierung des Feuerwehrgerätehauses Holthausen weiter. Im Haushaltsplan der Stadt Plettenberg sind zu diesem Zweck 850 000 Euro eingeplant (100 000 Euro in 2019, 750 000 Euro in 2020).
Am 28. März 2019 fand in der Feuer- und Rettungswache ein Gespräch zwischen der Wehrleitung, Vertretern der Stadt Plettenberg und zwei Mitarbeiterinnen der Fachfirma kplan AG statt. Dabei wurde die baulichen Defizite einiger Gerätehäuser aufgezeigt und die kplan AG aufgefordert, Konzepte zur Beseitigung der Defizite für jeden Standort zu entwickeln. Wegen der Mängel an der ehemaligen Kreisschirrmeisterei steht dabei der Standort Holthausen in der Liste weiterhin an erster Stelle. Etwas anders sieht es zurzeit bei der Neubeschaffung des TLF 3000 aus. Da der Einsatz dieses Fahrzeuges im Brandschutzbedarfsplan festgelegt ist, steht ein Verzicht nicht zur Debatte. Allerdings hat das erste Erkundungsangebot eine Investitionssumme von über 340 000 Euro hervorgerufen. Dies liegt deutlich über dem – ohnehin schon erhöhten – Haushaltsansatz von 315 000 Euro. Hier muss folglich erst eine Neukonfigurierung des Fahrzeuges oder Anpassung der Ausstattung erfolgen, bevor das Vergabeverfahren weiter laufen kann.

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