Ein ungehörter Brief an Facebook

Das Titelbild der Plettenberg-Gruppe steht nicht unbedingt für ihren Inhalt.

Plettenberg - Bürgermeister Ulrich Schulte versucht, die völkische Propaganda in der „Du bist Plettenberger, wenn...“-Gruppe zu beenden - bislang ohne Erfolg.

Im Internet geht es drunter und drüber, vor allem in der Facebook-Gruppe „Du bist Plettenberger, wenn...“. Der Bürgermeister hat versucht, zu intervenieren.

Die Ratsfraktionen gingen in ihren Reden mehrfach darauf ein, welch schlechtes Bild teilweise im Internet von der Stadt Plettenberg gezeichnet wird. Das beobachtet auch Bürgermeister Ulrich Schulte. Im Rat sagte er am Dienstag: „Wenn sich ein Außenstehender für die Stadt interessiert und auf der Seite ,Du bist Plettenberger, wenn...’ landet, dann könnte er glauben, dass 50 Prozent der Plettenberger Bürger Rechtspopulisten sind.“

Die Gruppe ist mit knapp 6 400 Mitgliedern der größte Platz im Internet, an dem sich die Bürger austauschen. Allerdings hat die Gruppe keinen Administrator, damit keinen Moderator, der einschreitet, wenn Beleidigungen oder rechtes Gedankengut gepostet werden. Bürgermeister Schulte hat deshalb vor einem Jahr einen Brief an Facebook geschrieben. Seine Bitte: Entweder bräuchte die Gruppe einen Administrator oder sie müsste komplett gelöscht werden. Eine Antwort von Facebook ist bis heute ausgeblieben. „Ich habe noch nicht einmal eine Eingangsbestätigung erhalten. Facebook interessiert die Bitte eines Bürgermeisters aus Plettenberg wohl nicht...“

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