Streit um Modepark

Bürgermeister Ulrich Schulte bezieht Stellung zur Klage der Stadt Attendorn

Doch nach der Klage der Stadt Attendorn ist nun fraglich, ob am Modepark weitergearbeitet werden kann.

Plettenberg - Hohe Wellen schlug die Berichterstattung über die Klage der Attendorner gegen die Stadt Plettenberg. Nun bezieht Bürgermeister Ulrich Schulte Stellung zu der Klage aus der Nachbarstadt.

„Wir haben jetzt bis zum 20. April Zeit, die erforderlichen Unterlagen einzureichen“, sagte der Bürgermeister. Aktuell kümmere man sich um einen entsprechenden Rechtsbeistand. 

Entscheidend sei dann, was das Verwaltungsgericht im Eilverfahren beschließe, denn davon sei abhängig, ob ein Baustopp verhängt werde oder nicht. „Ich habe gestern mit Michael Röther telefoniert“, sagte Schulte. „Amüsiert sind die Schwaben natürlich nicht“, betonte das Stadtoberhaupt. 

Das sagt die CDU zum Fall

Mit dem Attendorner Bürgermeister Christian Pospischil habe er zusammen mit Hartmut Engelkemeier im Januar ein Gespräch über den Modepark geführt. „Wir haben unsere Sicht der Dinge klargestellt und die Attendorner ließen erkennen, dass man nicht erfreut ist über das Vorhaben“, so Schulte. 

So soll der Modepark Röther am Maiplatz in Plettenberg nach der Fertigstellung im August aussehen.

Bevor über die Klage in der Stadtgeordnetenversammlung verhandelt wurde, habe ihn der Attendorner Bürgermeister informiert. Auf das Verhältnis zu Pospischil angesprochen sagte Schulte: „Wir können gut miteinander, auch wenn ich mit den Bürgermeistern im Märkischen Kreis mehr zu tun habe“.

Auswirkungsanalyse ist Inhalt der Klage

In der Klage gehe es nach seinen Worten um die sogenannte Auswirkungsanalyse. „Wir sind davon ausgegangen, dass es hier um eine Bestandsimmobilie geht, in der auch vorher schon Textilien und Schuhe verkauft wurden.“ Zudem habe das GMA-Einzelhandelsgutachten im Textilbereich eine Unterdeckung von 47 Prozent in Plettenberg festgestellt. 

„Die Attendorner sagen, es gebe eine Verpflichtung für eine Auswirkungsanalyse. Wir sehen das anders“, so Schulte. Beim Bau eines Kinos und eines Hotels sei eine solche Analyse nicht notwendig – dies gelte nur für den Einzelhandel. 

Vorsichtiger Optimismus beim Bürgermeister

Wer im schlimmsten Fall für die bereits entstandenen Investitionen in Millionenhöhe aufkommen müsse, falls das Projekt gestoppt werde, konnte Schulte nicht sagen, es sei aber denkbar, dass die Stadt Plettenberg in Regress genommen werde. 

Ob der Investor im Fall einer abgeschmetterten Klage seinerseits anfallende Mehrkosten in Attendorn geltend machen könne, vermochte Schulte gestern nicht zu sagen. Abschließend zeigte sich Schulte jedoch optimistisch: Das Ganze ist schon ärgerlich, aber ich bin guter Hoffnung, dass wir die Klage gewinnen.“

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