Nach Coronapause

Bücherwürmer und Lesetiger: Lese-Oskars in der Stadtbücherei vergeben

Gewinner, Laudatoren und die Mitarbeiterinnen der Stadtbücherei versammelten sich nach dem Ende der Preisverleihung noch zu einem Gruppenfoto. Coronabedingt war die große Abschlussveranstaltung abgesagt worden
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Gewinner, Laudatoren und die Mitarbeiterinnen der Stadtbücherei versammelten sich nach dem Ende der Preisverleihung noch zu einem Gruppenfoto. Coronabedingt war die große Abschlussveranstaltung abgesagt worden.

Welche Namen verstecken sich in den goldenen Umschlägen? Spannung herrschte am Samstag bei der Lese-Oskar-Verleihung in der Stadtbücherei.

Plettenberg - Die gab es als Ersatz für die coronabedingt abgesagte und sonst gewohnte Abschluss-Party des Sommerleseclubs (SLC).

Eingeladen waren die sechs Gewinner-Teams. Die Mitarbeiter der Stadtbücherei hatten die Räumlichkeiten feierlich hergerichtet. An Stehtischen gab es Getränke und Snacks. Nach vorne führte ein roter Teppich.

Als erste trat Bücherei-Leiterin Brigitta Schulte ans Rednerpult. Sie begrüßte die Gäste „wieder in einem besonderen Jahr“, das von einer langen Corona-Schließung geprägt gewesen sei.

Wolfgang Rothstein, als Vertreter für Bürgermeister Ulrich Schulte, bedauerte, dass die Veranstaltung in diesem Jahr wegen Corona nicht im gewohnten Rahmen mit 400 Gästen habe stattfinden können. „Das wäre natürlich viel schöner.“ Er freute sich über die hohen Anmeldezahlen. Über 300 Teilnehmer haben sich beim SLC angemeldet, die zusammen über 2 000 Bücher gelesen haben.

Wie bei der Verleihung der berühmten Film-Oscars gab es eine Jury. Den Mitgliedern Katja Maag (Vorlesepatin), Sebastian Schulz (ST-Redakteur) und Anne Marl (Lehrerin am Albert-Schweitzer-Gymnasium) sei die Entscheidung dabei alles andere als leicht gefallen, wie sie in ihren Laudationen betonten.

Nach kurzen Reden wurden die Gewinner-Teams der sechs Kategorien nach vorne gerufen. Wolfgang Rothstein übergab die Lese-Oskar-Trophäen. Dazu erhielt jedes Mitglied eine Medaille. Von der Kultour GmbH gab es eine Gewinnertasche für jedes Team, überreicht von Geschäftsführerin Sylvia Eick.

Die Gewinner

Den Oskar für die spannendste Geschichte des Krimi-Workshops bekam das Team „Die drei L’s“, das sich aus den Geschwistern Levi, Lion und Lili Reimann zusammensetzt. Wertvolle Tipps für die Gewinner-Geschichte „Die diebische Mundharmonika“ erhielt Levi im Rahmen des Krimi-Workshops von Kwiatkowski-Autor Jürgen Banscherus. Dieser Workshop sei vielleicht das Highlight der Veranstaltungen in den Sommerferien gewesen, blickte Sebastian Schulz in seiner Laudatio auf das Programm zurück.

Das beste Bookface gestaltete das Team „Lesetiger“. Beteiligt waren Ben und Jolina Crispien, Sebastian Heinitz, Lucien Lebedée und Elisabeth Birkle. Die Laudatio hielt Christiane Bauckhage stellvertretend für Katja Maag. Sie zeigte, wie das Team ein „Naruto“-Cover mit einem eigenen Kunstwerk verbunden hat.

Das kreativste Logbuch bastelte das Team „Geschwister-Gang“ mit Ronja und Philip Soltysik. Laudatorin Anne Marl war sichtlich angetan von dem bunten, unter anderem mit Knöpfen und Aufklebern verzierten Logbuch, in dem die gelesenen Bücher eingetragen worden sind.

Über den Oskar für den originellsten Buchhelden konnte sich das Team „Blitz und Donner“ freuen. Britta, Jannis und Lukas Hemberger hatten einen Krumpfling aus der gleichnamigen Reihe nachgebastelt.

Den Oskar für die beeindruckendste Geschichte sicherte sich das Team „Kokosnussbande“, bestehend aus Paulina und Viktor Samodelkin sowie Alexej und Viktoria Wittmann.

Den Oskar für das tollste „Gesamtpaket“ hat das Team „Siebenschläfer“ gewonnen – mit Katharina, Adrian und Damian Sosna. Laudator Schulz erklärte, dass die Familie bereits das dritte Mal mitgemacht und in vielen Kategorien ganz weit vorne gelegen habe.

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