Positives Karma

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Mönch Lama Lhankpa Yeshe habe vor einigen Jahren aus Tibet fliehen müssen. In England hat er eine neue Heimat gefunden, am Wochenende kam er nach Eiringhausen.

Mitgefühl im Buddhismus ausleben, behalten und weiterentwickeln. Dieses brachte der tibetanische Mönch Lama Lhankpa Yeshe den zahlreich erschienenen Zuhörern in Eiringhausen am vergangenen Wochenende näher.

Der in England lebende tibetanische, buddhistische Mönch Lama Lhankpa Yeshe folgte gerne der Einladung der Prange Gruppe. „Ich habe ihn vor ein paar Monaten kennengelernt, wir haben uns angefreundet und dann haben wir ihn nach Plettenberg eingeladen“, freute sich Julian Prange über den besonderen Gast.

So konnten zwei Abende im Veranstaltungsraum oberhalb des Box Centers in Eiringhausen im Zeichen des Buddhismus organisiert werden, an denen die Zuhörer in eine andere Welt und Kultur eintauchen konnten.

Im Alter von 9 Jahren habe er sich dazu entschieden, Mönch zu werden. Politische Gründe hätten Lama Lhankpa Yeshe dazu gezwungen, seine tibetanische Heimat vor 6 Jahren zu verlassen und in England sesshaft zu werden. Chinesische Behörden hätten vermutetet, Lama Lhankpa Yeshe sei ein politischer Mönch, der dem Dalai Lama folge und zudem politisch aktiv sei. Sein Pass sei ihm entzogen und eine Rückkehr nach Tibet ihm verwehrt worden.

Doch um seiner Heimat nahe zu sein, reise Lama Lhankpa Yeshe im Jahr für 6 Monate nach Indien und verbringe den Rest des Jahres in Europa, wo er seine Lebensgeschichte und überlieferte Geschichten aus dem Buddhismus den Menschen näher bringe. Er folge auch Einladungen weltweit.

„Ich bin sehr glücklich in meiner neuen Heimat England und ich freue mich, wenn wundervolle Menschen kommen, mit denen ich meine Erfahrungen teilen kann. Ich sehe es als positives Karma für mich“, freute sich Lama Lhankpa Yeshe, einen Einblick in sein Leben als Mönch geben zu können.

Yeshe stellte das Leben der Mönche, die sich absolut dem Spirituellen gewidmet haben, vor. Die Aufgaben im Leben eines buddhistischen Mönches seien das tägliche Praktizieren, Meditieren, Studieren, Unterrichten und handwerkliche Arbeiten im und rund um das Kloster. Hierfür existiere jedoch kein zeitlich festgelegter Plan. So gebe es auch freie Tage, an denen die Mönche der alltäglichen Hausarbeit nachgehen könnten.

Doch auch an „Urlaubstagen“ würden sie als Mönche leben: Sie stünden zum Meditieren um 5 Uhr auf, würden um 6 Uhr frühstücken, um im Anschluss weiter zu meditieren und Bücher zu lesen. Daneben gebe es große Versammlungen, bei denen 200 Mönche zusammen meditieren würden.

Das Leben eines buddhistischen Mönches gleiche dem eines europäischen Geistlichen. Auf weltliche Güter würde verzichtet. Lama Lhankpa Yeshe lebe nun in der westlichen Gesellschaft und entsprechend passe er sich an. Für sein Leben benötig er nur Essen, Kleidung und Zahlungsmittel.

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