Brüderpaar erwarb die seit Langem leer stehende Immobilie

Was kommt in das „scharfe Eck“ in Oesterau?

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Zwei Männer – Mariusz und Pawel Wesoly –, ein traditionsreicher Name und jede Menge Arbeit: Das Haus „Zum scharfen Eck“ in Oesterau wird gerade zu neuem Leben erweckt.

Plettenberg – Wenn man den Namen Handwerkerhaus in Immobilienanzeigen liest, dann weiß der kundige Interessent, dass es sich um ein sehr sanierungsbedürftiges Objekt handelt. Bei dem ehemaligen Restaurant „Zum scharfen Eck“ war die Lage fast noch schlimmer. Jahrzehntelang tat sich nichts im und an dem markanten Eckhaus in Oesterau, in dem vor 65 Jahren ein Caféhaus gegründet wurde.

Doch auch wenn immer noch Gras aus einer Dachrinne wächst und viele Räume voller Spinnweben waren, tut sich einiges in dem riesigen Gebäude, denn der Plettenberger Mariusz Wesoly kaufte die Immobilie vor einigen Monaten für einen höheren fünfstelligen Betrag von R.B. Makler.

Das Haus stammt von 1860, doch das ist weniger das Problem. „Über all die Jahre wurde hier immer wieder unfachmännisch irgendetwas nachgebessert. Wir sind gerade dabei, die ganzen Schwachstellen auszumachen“, erklärt Wesoly, der das geschichtsträchtige Haus gemeinsam mit seinem Bruder Pawel erstand. Während der Plettenberger in einer Walzenschleiferei arbeitet, ist sein Bruder vom Fach und selbstständiger Trockenbauer.

So sieht das Haus „Zum scharfen Eck“ in Oesterau heute aus.

„Wenn man nicht ganz viel selbst erledigen kann, dann ist so ein Projekt nicht zu schaffen“, sagte Wesoly.

Wer an dem Haus vorbeifährt, kann nicht erahnen, dass dort schon viel passiert ist. Fünf große Container mit Unrat und Bauschutt wurden bereits gefüllt. Zudem wurde der rückwärtige Anbau entkernt und mit neuen Fenster versehen. Aktuell laufen dort die Arbeiten am Trockenbau.

Die Gaststätte „Zum scharfen Eck“ wurde 1954 von Friedrich Wilhelm Schäfer im Marlschen Haus an der Ecke Ebbetalstraße/Attendorner Straße als Caféhaus gegründet. Später war Hans Ulrich Schäfer der Wirt.

„Das wird meine Wohnung“, sagt Wesoly, der dort schon in einigen Wochen einziehen will. Damit hat er kurze Wege zur nebenan liegenden Großbaustelle im Haupthaus. Denn dort gibt es überall genug zu tun. Die komplette Elektrik und die Heizung werden neu installiert. Im Obergeschoss, das einst als Hotel diente, werden die Räume entkernt und sollen mittelfristig zu Monteurswohnungen umgebaut werden.

Blick auf die uralte Stromversorgung.

Der vordere, ehemalige Restaurantbereich, in dem noch eine alte Speisekarte des einstigen „Ristorante“ hängt, soll modernisiert und zu einer Bäckerei-Filiale umgebaut werden. Sorgen bereiten dabei noch die historischen und recht niedrigen Deckenbalken, doch auch das Problem will man lösen. Mit welcher Bäckerei man in Verhandlungen steht, verraten die polnischen Brüder nicht, hoffen aber damit den Ortsteil aufwerten zu können.

Der Blick auf den Dachboden zeigt, wie viel Arbeit noch in dem Haus steckt.

Aufwerten will man auch die Hausfassade. Dabei denken beide darüber nach, den traditionsreichen Namen „Zum scharfen Eck“ beizubehalten.

Da auch der Dachboden noch einiges an Potential bietet, wird den beiden alleinstehenden Brüdern die Arbeit nicht ausgehen. Und auch wenn es noch länger dauern wird – es tut sich endlich etwas, denn die beiden Brüder gehen das Mammutprojekt mit hochgekrempelten und viel Fleiß an.

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