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Brücken-Bauer erfolgreich: Konstruktion trägt rund 26 Kilogramm

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Von: Jona Wiechowski

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Diese ASG-Schüler belegten mit ihren Brücken den ersten und den fünften Platz beim Wettbewerb. Das freute natürlich auch Physiklehrer Bastian Rinke (links) und Schulleiterin Elisabeth Minner (rechts).
Diese ASG-Schüler belegten mit ihren Brücken den ersten und den fünften Platz beim Wettbewerb. Das freute natürlich auch Physiklehrer Bastian Rinke (links) und Schulleiterin Elisabeth Minner (rechts). © Wiechowski, Jona

Spätestens seit der Sperrung der Rahmedetalbrücke auf der A 45 sind Brücken in aller Munde. Schüler am Albert-Schweitzer-Gymnasium (ASG) haben jetzt bewiesen, dass sie Brücken bauen können – jedenfalls aus Papier im Miniatur-Format.

Plettenberg – Beim Papierbrücken-Wettbewerb des Fachbereichs Bauingenieurwesen der Universität Siegen belegten sie den ersten und fünften Platz.

Zehn Schüler der Jahrgangsstufen EF und Q1 tüftelten in zwei Gruppen mehrere Wochen an der Aufgabe. „Wir mussten uns eine Konstruktion einfallen lassen, die auch wirklich hält“, erklärt Ratho Rahs aus dem Gewinnerteam. In der Aufgabenstellung gab es genaue Vorgaben: Verwenden durften die Schüler für das gut einen halben Meter lange Bauwerk ausschließlich das bereitgestellte Papier und handelsüblichen Kleber. Die Brücke sollte oben durchgängig „befahrbar“ sein und durfte in diesem Jahr einen Unterbau haben.

Die Gruppen trafen sich neben dem Unterricht, um Ideen in Form von verschiedenen Prototypen zu erproben, zu verwerfen und zu verändern. Ob diese Veränderungen taugten, konnten sie mit der Prüfmaschine testen, die einst ein Physik-Leistungskurs am ASG gebaut hatte.

Vergangene Woche wurden die beiden Wettbewerbsbrücken zusammen mit einer Baudokumentation zur Begutachtung an die Universität Siegen geschickt, die den Wettbewerb schon seit vielen Jahren ausrichtet. Diese Woche Montag stand dann der Tag der Entscheidung im Hörsaal am Campus Paul-Bonatz-Straße an. Sieben Schüler machten sich mit dem Bus auf den Weg. Insgesamt neun Brücken sollten beim Finale in der maßgefertigten Prüfmaschine unter Messung der aufgenommenen Last bis zu einem gewissen Punkt verformt werden. Während der Prüfung konnten die Teams aller Schulen die Aufzeichnung der Messdaten in einem Diagramm in Echtzeit verfolgen – und fieberten natürlich gespannt mit.

Mit dieser Prüfmaschine, die einst ein Leistungskurs am Gymnasium gebaut hatte, konnten die Schüler ihre Prototypen testen und ihre Konstruktionen verfeinern.
Mit dieser Prüfmaschine, die einst ein Leistungskurs am Gymnasium gebaut hatte, konnten die Schüler ihre Prototypen testen und ihre Konstruktionen verfeinern. © Wiechowski, Jona

Am Ende konnte keine andere Brücke mit der des Teams ASG 2 – bestehend aus Ellen Brandt, Luis Jeide, Maurice Pestka, Ratho Rahs und Ceyda Sevinc – mithalten. Das Bauwerk der Schüler des Physik-Leistungskurses der Q1 hatte bei einer eigenen Masse von 243 Gramm eine Last von umgerechnet 26,05 Kilogramm aufgenommen. Auch bei der Dokumentation sicherte sich das Team die Maximalpunktzahl – und bekam für den ersten Platz ein Preisgeld von 150 Euro. Nach 2017 war es der zweite Sieg, den das ASG bei diesem Wettbewerb einfahren konnte.

Auch das Team ASG 1 mit Elin Grote, Fiona Kühnl, Sara Mayworm, Leni Schulze und Katharina Werda aus der Jahrgangsstufe EF schnitt sehr gut ab. „Im Gegensatz zu den meisten anderen Wettbewerbsbrücken traten hier bei der Prüfung sogar keine relevanten, dauerhaften Beschädigungen auf und das Team freute sich über eine umgerechnete Last von 17,6 Kilogramm bei einer Eigenmasse von 210 Gramm“, erklärte Physiklehrer Bastian Rinke. Auch dieses Team bekam für die Dokumentation die Höchstpunktzahl.

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