Homeoffice ohne konstantes Internet schwer zu realisieren

Welche Orte in Plettenberg auf das schnelle Internet warten und wann es kommt

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Beim eigenwirtschaftlichen Breitbandausbau der Telekom wurden unter anderem Haushalte in der Innenstadt von Plettenberg ans Glasfasernetz angebunden.

Schule und arbeiten von Zuhause aus - das soll helfen, die Corona-Pandemie einzudämmen. Für beides ist konstantes und schnelles Internet erforderlich. Doch es gibt in Plettenberg einige Orte, in denen die Leitung ziemlich langsam ist...

Plettenberg - Breitbandausbau und schnelles Internet für zusätzliche Wohngebiete? Richtig, da war mal was. Auch der Märkische Kreis und Plettenberg sollen in den Genuss des geförderten Ausbaus kommen. Aber wann? Die wichtigsten Fragen im Überblick.

Wann beginnt der Breitbandausbau in Wohngebieten?

Laut Bürgermeister Ulrich Schulte sollen alle betroffenen Hauseigentümer noch in diesem Quartal von der Telekom angeschrieben werden. Der Ausbau selbst soll dann nach bisherigem Stand Ende dieses Jahres beginnen und muss bis spätestens Ende 2022 abgeschlossen sein.

Warum sind andere Städte schneller?

Weil der Breitbandausbau über den Märkischen Kreis abgewickelt wird und mehrere Aufträge, sogenannte Lose, gebildet hat. So wurde der Ausbau für die verschiedenen Städte im Kreis zwar alle gleichzeitig europaweit ausgeschrieben, aber die Abwicklung erfolgt in mehreren Etappen. Bis auf für Menden und Iserlohn realisiert nun kreisweit die Telekom den Ausbau. Das Unternehmen arbeitet Plettenberg als eine der letzten Städte im Kreisgebiet ab.

Welche Wohngebiete können mit dem schnellen Internet rechnen?

Eine interaktive Karte des Märkischen Kreises gibt darüber Aufschluss. Markiert sind darin im Norden des Stadtgebiets unter anderem Selscheid, Teindeln, Eiringhausen (Halle) und Ohle, in der Mitte Holthausen, Bremcke, Köbbinghausen und im Süden Himmelmert, Kückelheim und Landemert. Insgesamt können so über 2 400 zusätzliche Haushalte in Plettenberg angebunden werden.

Welche Geschwindigkeiten sind dann im Internet möglich?

Weil es sich um Glasfaseranschlüsse handelt, sind technisch damit Download- und Upload-Geschwindigkeiten von bis zu 1 000 Mbit/s und mehr möglich – ein vielfaches dessen, was bisher für viele Plettenberger möglich war.

Wie viel kostet der Anschluss?

„Für die Haushalte entstehen in dem Bundesförderprogramm keine Anschlusskosten“, heißt es dazu vom Märkischen Kreis. Finanziert wird der Anschluss aus Bundes- und Landesmitteln sowie einem kommunalen Eigenanteil mit insgesamt 60,5 Millionen Euro.

Wie und wo kann ein Anschluss beantragt werden?

Interessierte, die ihr Haus in einem der geförderten Wohngebiete haben, müssen der Telekom einen „Auftrag zur unentgeltlichen Herstellung eines Telekommunikationsnetzes in Förder- und Bestandsgebieten“ erteilen. Dieser ist notwendig, damit die Telekom den Anschluss auf dem entsprechenden Grundstück bauen darf. Hier geht es direkt zu dem Formular.

Kann man den Glasfaseranschluss auch nach dem Förderprogramm noch bestellen?

Ja, allerdings werden dann rund 800 Euro für den Anschluss fällig.

Müssen die Internetnutzer nach dem neuen Anschluss zwingend einen Glasfasertarif nutzen?

Nein, die alte Leitung kann weiterhin genutzt werden – egal, mit welcher Bandbreite, von welchem Anbieter und zu welchem Preis. Meist kann auch der alte Router weiter genutzt werden.

Wann muss man sich melden, wenn man eine schnellere Leitung nutzen möchte?

Rund drei Monate vor der Fertigstellung kann eine Umstellung beauftragt werden.

Wann bekommen die jetzt noch immer nicht berücksichtigten Ortslagen schnelles Internet?

Auch der Ausbau in Einzellagen und Randgebieten soll gefördert werden. Die Gelder sind bewilligt. Laut dem Märkischen Kreis soll damit bis zum Jahr 2025 für jede Adresse eine Mindestversorgung in Bezug auf leitungsgebundenes Internet hergestellt sein: Entweder sorgen bereits heute eigenwirtschaftliche Ausbautätigkeiten von Netzbetreibern für schnelle Internetverbindungen, oder aber der Staat unterstützt in Gebieten des „Marktversagens“ den geförderten Glasfaserausbau (Gigabitausbau).

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