Antrag der CDU

Breitbandausbau endet bislang an der Lehrwerkstatt

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Plettenberg - Es klingt wie ein schlechter Witz: Das Schulzentrum in Böddinghausen wird in der nächsten Zeit mit schnellem Internet versorgt, doch der Breitbandausbau endet bei der Lehrwerkstatt. „Bei uns wird nicht ausgebaut“, bedauerte Andreas Weber, Geschäftsführer der Ausbildungsgesellschaft. Die CDU versprach bei einer Gesprächsrunde am Montag, dieses Thema aufzunehmen. Gleich am Dienstagmorgen hat sie einen Antrag für die nächste Sitzung des Rates gestellt, ob ein Ausbau auch an der Lehrwerkstatt nicht doch möglich sei.

In Sachen Breitbandausbau passiere in den nächsten Jahren einiges in Plettenberg. Mit den Förderprogrammen für Unternehmen und Privathaushalte sowie dem geplanten Ausbau einiger Bereiche durch die Telekom würden „wir hoffentlich nicht weiter beim Thema Digitalisierung hinterherhinken“, schreibt der stellvertretende Bürgermeister Adrian Viteritti im Namen der CDU in dem Antrag.

Dennoch sehen die CDUler in Sachen Breitbandausbau ein Problem: „Der Besuch unserer Fraktion bei der Ausbildungsgesellschaft hat uns stutzig gemacht, was eventuelle Lücken im Ausbau betrifft“, heißt es.

Denn, laut Andreas Weber, Geschäftsführer der Ausbildungsgesellschaft, besteht für den Standort Plettenberg weder die Möglichkeit, die Internetanbindung über ein Förderprogramm, noch durch den Ausbau der Telekom zu erweitern. „Wir sind im hoffnungslosen Tal der 6000er-DSL-Leitung“ , kommentiere Weber die problematische Situation.

In dem Antrag heißt es weiter: „Die Digitalisierung hat schon lange auch in der Industrie Einzug gehalten, so dass auch das Vermitteln von aktuellen Inhalten nur mit einer entsprechenden Breitbandverbindung in vernünftigem Maße möglich ist.“ Die Verwaltung werde gebeten, in der nächsten Sitzung des Rates aufzuzeigen, „ob und wie es möglich sein wird, die Ausbildungsgesellschaft mit einer zeitgemäßen Breitbandverbindung auszustatten.“

Die Ausbildungsgesellschaft habe große Anstrengungen fürs Internet unternommen. Zurzeit helfe man sich mit einer LTE-Verbindung, erklärte Weber.

Gibt es weitere weiße Flecken?

Weiterhin wird die Verwaltung darum gebeten, zu zeigen, „ob weitere „weiße Flecken“ in unserer Stadt existieren, die wie bisher auch zukünftig nicht mit schnellem Internet versorgt werden.“

Denn: „Insbesondere wurden wir hier von Mitbürgern aus Randlagen angesprochen, welche angeblich weiterhin keine Möglichkeit haben, schnelles Internet zu bekommen.“

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